München (dpa). Die Fusionsgespräche der angeschlagenen Landesbanken WestLB und BayernLB sind schon nach wenigen Wochen gescheitert. Die bayerische Landesbank brach die Prüfung ab, weil sich ein Zusammenschluss aus ihrer Sicht nicht rechnet. Damit kommt die Neuordnung der acht deutschen Landesbanken nicht in Gang, von denen jede zweite in der Finanzmarktkrise gestützt werden musste. Bei einer Fusion von WestLB und BayernLB wäre das drittgrößte deutsche Geldhaus nach der Deutschen Bank und der Commerzbank entstanden. WestLB und BayernLB sind die Zentralbanken für 181 Sparkassen in Nordrhein-Westfalen und Bayern.

Das Scheitern der Fusionsgespräche ist zunächst vor allem für die nordrhein-westfälische Landesbank WestLB ein herber Rückschlag. Sie muss nach den EU-Auflagen bis Ende 2011 mehrheitlich den Besitzer wechseln.

Auch für die Sparkassen in Deutschland, die bisher acht Landesbanken als Zentralbanken nutzen, ist die Entscheidung ein Rückschlag. Es gab schon mehrere Anläufe, die Zahl der Landesbanken zu verringern und damit dauerhafte Einsparungen zu erzielen. Auch die Bundesregierung hatte sich für eine Neuordnung des öffentlich- rechtlichen Bankensektors eingesetzt.

Die BayernLB kann nach Einschätzung von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) erst einmal gut ohne Partner auskommen. Die WestLB will jetzt auf andere Landesbanken zugehen, um doch noch einen Fusionspartner zu finden.