Brüssel (dpa). Deutschlands Bauern müssen sich auf weniger Agrarbeihilfen aus Brüssel einstellen. EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos will die Direktzahlungen an die Mitgliedsländer künftig gerechter verteilen. Das könnte Osteuropas Bauern zu Gute kommen, während deutsche Großbauern weniger bekämen. Außerdem plant Ciolos Obergrenzen für große Höfe und mehr Umweltauflagen für Beihilfen.

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) kündigte Widerstand gegen Obergrenzen bei großen Agrarbetrieben an. Dies könne sie "nicht mittragen". Die Bewirtschaftung nach hohen Standards müsse von allen Höfen erbracht werden, egal wie groß.

Derzeit bekommen deutsche Bauern pro Hektar Anbaufläche im Schnitt 318 Euro, ihre Kollegen in Litauen zum Beispiel aber nur 100 Euro. Brüssel empfiehlt nun die Einführung einer einheitlichen Rate, was für Deutschland bis zu ein Drittel weniger Geld bedeuten könnte.