Von Torsten Scheer

Magdeburg. Die Drogeriemarktkette dm will den Konkurrenten Schlecker als Nummer eins unter den Drogerieketten in Deutschland ablösen und setzt dabei auch auf das Marktgebiet Sachsen-Anhalt. Die Karlsruher peilen im laufenden Geschäftsjahr europaweit mehr als sechs Milliarden Euro Umsatz an. Marktführer Schlecker gab diesen zuletzt mit 7,2 Milliarden Euro (2009) an.

"Wenn sich unsere Entwicklung so fortsetzt, können wir in den nächsten zwei Jahren auch gemessen am Gesamtumsatz die Nummer eins der Branche in Deutschland werden", sagte jüngst der Vorsitzende der Geschäftsführung von dm, Erich Harsch. Dazu will dm unter anderem massiv in neue Filialen investieren.

In Sachsen-Anhalt weist dm mit insgesamt 20 Filialen und mehr als 200 Mitarbeitern für das Geschäftsjahr 2009/2010 einen Umsatz von rund 54 Millionen Euro (plus 2,77 Prozent) aus. "Mit diesem Ergebnis sind wir zufrieden", sagte die dm-Gebietsverantwortliche für Sachsen-Anhalt, Susann Heinicke, der Volksstimme. In dem Zeitraum hatte das Unternehmen drei neue Filialen in Quedlinburg, Schönebeck und Zeitz eröffnet. "Im nächsten Jahr wird im Frühsommer eine weitere Filiale in Weißenfels dazukommen", kündigte Heinicke an. Zudem sei man an weiteren neuen Standorten auch in Magdeburg, wo es derzeit drei Filialen gibt, interessiert.

Insgesamt sollen im Geschäftsjahr 2010/2011 rund 100 neue dm-Märkte in Deutschland entstehen. Dafür und für die Expansion und Regeneration bestehender Filialen plant das Unternehmen Investitionen von fast 70 Millionen Euro. Gegenwärtig betreibt dm in Deutschland 1185 Filialen und beschäftigt 23 000 Mitarbeiter.

Wachstumsträger sind laut der sachsen-anhaltischen Gebietsverantwortlichen unter anderem der digitale Fotobereich, hier vor allem der Sofortdruckbereich an entsprechenden Stationen in den Filialen, aber auch doe gesamte Babypflege-Palette.

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