Die nächsten 20 Schulen in Sachsen-Anhalt beginnen mit dem Projekt "Solarenergie macht in Sachsen-Anhalt Schule". Gestern haben das Wirtschaftsministerium und der Initiator Muting GmbH zusammen mit den Partnern Q-Cells SE und Sovello AG bei Q-Cells in Thalheim den Startschuss für die zweite Runde gegeben.

Von Elisa Sowieja

Thalheim/Magdeburg. Ziele des Projektes sind es, Schülern ab der fünften Klasse das Thema Solarenergie näherzubringen und Nachwuchs für diese Berufsbranche zu interessieren. Dafür erhalten insgesamt 40 Schulen Photovoltaikanlagen auf ihren Dächern und ein Display zur Anzeige der Leistungswerte. In Projektteams beschäftigen sich die Kinder und Jugendlichen dann mit diesen Werten. Dabei hilft ihnen ein speziell angelegtes Portal im Internet.

Ende 2009 war das Projekt gestartet. Unter den ersten 20 Schulen, die damals in die Teilnehmerliste aufgenommen wurden, ist auch die Jeetzeschule in Salzwedel. Das "Solarteam", bestehend aus Fünft- bis Achtklässlern und Lehrern, präsentierte gestern in Thalheim seine Arbeit. Dafür hatte es ein Modell des Schulgebäudes mit der Solaranlage gebaut.

Aus etwa 70 Bewerbern waren die 40 teilnehmenden Gymnasien, Sekundar-, Gesamt-, Berufs- und Förderschulen ausgesucht worden. Die Lehrer werden parallel zur Installation der Solaranlagen geschult.

"Solarenergie macht in Sachsen-Anhalt Schule" läuft noch bis Ende nächsten Jahres. Die Mittel für die pädagogische Umsetzung der Berufsorientierung stammen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) – also von EU und Land. Knapp 540 000 Euro stehen dafür zur Verfügung. Mit diesem Geld werden unter anderem das Internetportal und Unterrichtsmaterialien finanziert.

Die Solaranlagen stellt der Initiator, das Magdeburger Ingenieurbüro Muting. Hierbei sollen ausschließlich Module aus Sachsen-Anhalt verwendet werden. Q-Cells und Sovello unterstützen das Projekt unter anderem mit Betriebsbesichtigungen für die Schulen.