Essen (dpa). Neue Wende im Übernahmekampf um den größten deutschen Baukonzern Hochtief: Während Hochtief-Chef Herbert Lütkestratkötter gestern weiter Front gegen die Offerte des spanischen Konkurrenten ACS machte, erhöhten die Spanier überraschend ihr Anfang Dezember vorgelegtes Angebot. Statt acht ACS-Papieren sollen die Hochtief-Aktionäre nun neun ACS-Aktien für fünf Hochtief-Papiere bekommen. Aktionärsschützer stuften das weiterhin unter dem aktuellen Börsenkurs liegende Angebot umgehend als unattraktiv für die Aktionäre ein. Auch mit dem neuen Angebot könne man niemanden "hinter dem Ofen hervorlocken", so die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Ausschlaggebend für die Ablehnung der Offerte sei das weiter hohe Risiko der ACS-Papiere.

Trotz der bisher schwachen Resonanz der Hochtief-Aktionäre zeigte sich ACS zuversichtlich, die angepeilte 30-Prozent-Schwelle bei Hochtief erreichen zu können. Erst in der vergangenen Woche war durch den Einstieg des Emirats Katar als neuer Großaktionär der bereits vorhandene Hochtief-Anteil von ACS verwässert worden – von 29,98 Prozent auf nur noch 27,25 Prozent.