Mit Hilfe von Fördermitteln aus drei verschiedenen Programmen soll die Stadt Burg auch in diesem Jahr baulich weiterentwickelt werden. Einige Maßnahmen zielen bereits auf die Landesgartenschau 2018.

Burg l Sonnhild Noack, Fachbereichsleiterin Stadtentwicklung, beginnt mit dem Offensichtlichen: der offenen Baustelle in der Burger Brückenstraße. Diese Maßnahme soll in diesem Jahr mit Geld aus dem Programm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" beendet werden. "Fördermittel aus dem Programmjahr 2010 stehen auch noch für die Sanierung des Vorderhauses Hainstraße 11 (Alte Gerberei) zur Verfügung", so Sonnhild Noack. Und noch eine weitere Maßnahme soll 2013 in diesem Burger Stadtviertel realisiert werden: der Ausbau der Bergstraße (Oberflächensanierung).

Weiteres Geld aus dem Programmjahr 2012 soll 2014/2015 eingesetzt werden: für Straßenbau in der Hainstraße und die Arrondierung sowie Gestaltung des Grundstücks Breiter Weg 43/44. Im Programmjahr 2013 bis 2015 von "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" soll dann die Laga-Maßnahme "Weinberggestaltung" gefördert und 2014/2015 realisiert werden. Sonnhild Noack: "Alle Maßnahmen der Stadtentwicklung sind auf deren Ziele in Verbindung mit der Landesgartenschau 2018 abgestimmt. Landesgartenschau ist auch gleichzeitig Stadtschau."

Das Förderprogramm "Stadtumbau Ost" unterstützt in diesem Jahr unter anderem den Abriss des leer gezogenen Nebengebäudes (ehemaliges Russen-Magazin) auf dem Gelände des SKZ in der August-Bebel-Straße.

Weitere Abrisse solle es 2013 am Weinberg, in der Bahnhofstraße ("Magdeburger Hof")und in Burg-Süd geben, wo die Wobau rückbauen will (Yorckstraße 8/9). Sonnhild Noack wünscht sich im Rahmen des Förderprogramms "Stadtumbau Ost" auch einen Baustart in der Magdeburger Straße noch in diesem Jahr. Ein großer Posten bei den vom Förderprogramm unterstützten "privaten Maßnahmen" ist das geplante Rolandquartier. Am Rolandplatz soll in diesem Jahr Baustart sein.

Drittes und nun auslaufendes Städtebauförderprogramm ist die "Stadtsanierung". Aus der Stadtsanierung kommt 2013 Geld vor allem für die Sanierung der Stadtmauer am Weinberg, den Straßenbau in der Bergstraße (Unterbau) und private Sanierungsmaßnahmen. Zu realisieren ist noch der Abbruch der Berliner Straße 2.

Vorerst keine Veränderungen werden sich bei zwei Objekten ergeben, die sowohl der Stadtverwaltung als auch der Burger Bevölkerung seit langem ein Dorn im Auge sind: die ehemalige Poliklinik in der Bahnhofstraße und die Ruine des Bekleidungswerkes gegenüber der Albert-Einstein-Grundschule.

Für die Poliklinik, die sich in städtischem Besitz befindet, gibt es wegen Denkmalschutz keine Abrissgenehmigung und damit für die Stadt Burg keine Möglichkeit, das Grundstück zu veräußern oder anderweitig zu nutzen.

Bezüglich des ehemaligen Bekleidungswerkes gab es Pläne seitens der Stadt, das Grundstück zu erwerben, die Ruine abzureißen und die Fläche für die Landesgartenschau zu nutzen. Der private Eigentümer des Grundstückes forderte aber, so hieß es, einen für die Kommune zu hohen Preis.