Im Foyer der Loburger Sekundarschule haben am Sonnabend die Ortschaften Loburg, Hobeck, Schweinitz, Rosian sowie der Truppenübungsplatz und der Bundesforstbetrieb zum Neujahrsempfang eingeladen. Über 200 Besucher folgten der Einladung.

Loburg/Hobeck/Rosian/Schweinitz/Altengrabow l Wie anders, als mit einem Blick auf das abgelaufene Jahr konnte der Neujahrsempfang beginnen? Und so erinnerte der Loburger Ortsbürgermeister Bernd Wünschmann stellvertretend für seine Amtskolleginnen Gudrun Donner, Edelgard Jahn und Lydia Götze an das, was in den zurückliegenden zwölf Monaten geschehen war: in Rosian die Sanierung der Ortsdurchfahrt im ersten Bauabschnitt, in Hobeck die der Lindenstraße und der Beginn des Gemeindehausumbaus.

Für Schweinitz hob Wünschmann das hohe Engagement von Freiwilliger Feuerwehr und Festkomitee hervor. Letztere hätten es fertig gebracht, dass aus dem einstmals kleinsten Weihnachtsmarkt der Region der gemütlichste der Region geworden sei. Zu guter Letzt nahm im abgelaufenen Jahr endlich der Turnhallen-Ersatzneubau in Loburg Fahrt auf.

Bilanz und Wünsche für das neue Jahr

Mit diesem Rückblick verknüpften sich auch die Wünsche für das nun angelaufene neue Jahr 2013: Ein sich in Rosian möglichst bald anschließender zweiter Bauabschnitt bei der ortsdurchfahrenden Kreisstraße, in Hobeck ein Abschluss der Sanierungsarbeiten zum geplanten Zeitpunkt und in Schweinitz der neue Zaun für den Friedhof. Der sollte eigentlich schon im Jahr 2012 aufgestellt werden, doch die Haushaltssituation der Stadt sprach dagegen.

Für Loburg wünschte sich der Ortschef vor allem den Erhalt von Arbeitsplätzen und eine längerfristige Bestandssicherheit für die Sekundarschule am Kalitzer Weg.

Zu den Ortschaften als übliche Gastgeber dieses Empfanges hatten sich diesmal auch die Dienststellen Truppenübungsplatz und Objektmanagement Altengrabow sowie der Bundesforstbetrieb nördliches Sachsen-Anhalt gesellt. Für sie trat Hauptmann Olaf Langkawel an das Rednerpult. Er ging auf die Patenschaft ein, die zwischen Truppenübungsplatz und der Stadt Loburg seit 2006 besteht. "Beide sind vom Status nicht mehr das, was sie mal waren, aber in Fortführung dieser Patenschaft findet heute dieser erste gemeinsame Neujahrsempfang statt.

Für das weitläufige militärische Übungsgelände konnte Hauptmann Langkawel etwa 30 Prozent mehr Nutzungstage vermelden: "Der Platz hat Bestand und wird frequentiert", stellte der Hauptmann zufrieden fest. Sein Wunsch für das Jahr 2013: "Das neue Jahr bringt hoffentlich das neue Nutzungskonzept und damit eine verbindliche Grundlage für unseren künftigen Auftrag." Kernauftrag bliebe unverändert, Dienstleister für die übende Truppe zu sein.

Umsicht miteinander und Rücksicht auf die Erde

Der Loburger evangelische Pfarrer Georg Struz ging in seiner Rede auf die Jahreslosung ein. Der Bibelvers "Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir" (Hebräer 13,14) bedeute nicht, dass Loburg aufgelöst werde. "Es soll uns vielmehr daran erinnern, dass wir mit unserer Erde sorgsam umgehen müssen." Damit nahm Struz auch Bezug auf das Windkraftgebiet, welches derzeit bei Zeppernick geplant ist. In einem Bildnis baute der Loburger Geistliche die Jahreslosung aus. Sein Wunsch für 2013: Viel Umsicht der Menschen im Umgang miteinander.

Partnerstadt spricht Einladung zum Jubiläum aus

Lange schon gibt es in Loburg keine wichtige Veranstaltung, bei der nicht auch eine Delegation aus der Partnerstadt Ostbevern teilnimmt. Deren Bürgermeister Joachim Schindler verband seine Neujahrswünsche mit einer Einladung: Am letzten Augustwochenende feiert Ostbevern seine 925-Jahrfeier. Wunsch des Ortschefs für 2013: Möglichst viele Freunde aus Loburg begrüßen zu dürfen.

Zu den Gästen, die beim Neujahrsempfang in Loburg begrüßt werden konnten, zählten neben Vertretern aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik mit Markus Kurze (CDU) und Matthias Graner (SPD) auch zwei Landtagsabgeordnete. Der als Gastredner angekündigte Staatssekretär Klaus Klang sagte kurzfristig ab.

Die musikalische Umrahmung übernahmen die Jagdhornbläser aus Loburg und Möckern, dazu gab es eine Gute-Laune-Einlage der Gruppe "Sister Act" aus Büden. Einen schmackhaften Beitrag zum Gelingen des Abends leistete der Bundesforstbetrieb: er spendierte Wild aus der Region.

   

Bilder