Ihrem Ärger über ein vermülltes Gewerbegebiet und dem Baumverschnitt im Ort machten die Ortschaftsräte in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates Luft.

Theeßen l "So kann man keinen Baum verschneiden. Wer haftet denn, wenn die Bäume eingehen", fragte ein verärgerter Ortschaftsrat Klaus Heine. Heidi Schulze stellte dazu in der Einwohnerfragestunde fest, dass "die Bäume geköpft wurden". Dieses Beschneiden könne niemand verstehen. Ortsbürgermeisterin Ellen Sommerfeldt fügte hinzu, dass noch nicht alle vorgesehenen Bäume verschnitten wurden. "Dazu reichte die Zeit nicht aus." Auch einige Fällungen stünden noch aus. Die Kritik der Ortschaftsräte richtete sich gegen die kürzlich vorgenommenen Baumschnittarbeiten im Ort. Bemängelt wurde durch den Rat, dass niemand von der Verwaltung da war, der etwas zu diesem Thema hätte sagen können.

Das Gleiche galt für den derzeitigen Zustand des Gewerbegebietes. Ortschaftsrat Norbert Huhn: " Der Container ist überfüllt. Überall liegt der Müll rum." Viele Fahrzeuge, vorwiegend Lkw, fahren noch immer unter anderem über die Einfahrt der Autobahnmeisterin in das Gewerbegebiet, obwohl es verboten ist. Außerdem sei es nicht nachvollziehbar, dass im Gewerbegebiet geparkt werden kann. Daher komme auch der Müll, der von den Fahrzeuginsassen einfach dort weggeworfen werde. Es müsste dort auch mal kontrolliert werden, forderten die Ortschaftsräte nicht zum ersten Mal.

Ortsbürgermeisterin Ellen Sommerfeldt informierte den Rat und die anwesenden Bürger über die wesentlichen Beschlüsse aus dem Stadtrat und dem Wasserverband Burg.

Ortschaftsratmittel werden später verteilt

Einstimmig stellten die Ortschaftsräte das Ausscheiden zum 1. November 2012 von Hilke Hoger aus dem Ortschaftsrat fest. Sie ist nach Burg verzogen. Für sie gibt es keinen Nachrücker. Hilke Hoger war ein langjähriges Mitglied. Sie war schon zu DDR-Zeiten im Gemeinderat aktiv.

Noch nicht verteilt wurden durch den Rat die Ortschaftsratsmittel für das laufende Kalenderjahr. Man wolle erst die Bestätigung des Haushalts abwarten und danach verteilen. Der Ortschaft stehen 857,50 Euro als Zuschüsse für Volksfeste und kulturelle Belange sowie 257,50 Euro für Repräsentationen und Ehrungen zur Verfügung.

Angesprochen wurde durch Ortschaftsrat Uwe Müller zum wiederholten Mal, dass nach wie vor Busse und Holztransporter den Waldbadweg zwischen Theeßen und Krüssau nutzen.

Bürger machten darauf aufmerksam, dass der Fußweg im Krüssauer Weg nur noch schlecht begehbar ist, weil er zugewachsen ist. Betroffen davon ist auch der Weg zum Spielplatz. Im Winter sei hier auch nicht geräumt worden, wurde kritisiert.

Außerdem wurde durch Elke Mielke moniert, dass die Papierkörbe an der Heimatstube und am Friedhof voll sind. Vor allem "Hundekacke" sei dort reingeworfen worden. "Wann und durch wen werden die Papierkörbe endlich mal geleert", wurde in Richtung Verwaltung gefragt.

Heidi Schulze kritisierte in der Einwohnerfragestunde, dass, nachdem die Bäume an der Bushaltestelle gefällt wurden, die großen Äste noch immer dort liegen. "Auch ein alter Sessel steht dort seit langem. Wer entsorgt den mal?", fragte sie.

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