In Burger Elbabschnitt zwischen Hohenwarthe und Zerben hatte der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) gestern Vertreter von Behörden, Kommunen und Verbänden zur Deichschau eingeladen.

Schartau l Die Elbdeiche im Abschnitt Hohenwarthe-Zerben haben bei den jüngsten Hochwasserereignissen 2002, 2006 und 2011 ihre Aufgabe erfüllt.

Dennoch ist im Burger Elbe-Abschnitt nicht alles in Butter, wie bei der gestrigen Deichschau zu erfahren war. So lässt die geplante Deichrückverlegung in Hohenwarthe auf sich warten. Reinhard Kürschner, Leiter des Flussbereichs Genthin des LHW, hofft aber, dass "in zwei bis drei Jahren die Bagger anrücken" werden.

Mit größeren Investitionen sei im Burger Schaubereich 2013 nicht zu rechnen, so Kürschner weiter, bei den Unterhaltungs- und Reparaturmaßnahmen werde man aber nicht nachlassen. Und: Wo es noch notwendig ist, werden die Deichkronen nach und nach erhöht. "Dafür sind die Planungen fertig", so Kürschner. Eine Schwachstelle weniger wird es zum Beispiel geben, wenn in diesem Jahr durch das Wasser- und Schifffahrtsamt am Schleusendeich Niegripp ein bislang unbefestigter Deichverteidigungsweg mit Beton befestigt wird - was in vorangegangenen Deichschauen immer wieder gefordert worden war. Dagegen sieht man bei Längsrissen im Asphalt auf dem Deich momentan noch keinen Handlungsbedarf. Aktuell konzentrieren sich die LHW-Mitarbeiter auf die Beseitigung von Schwemmgut im Deichvorland. Davon gibt es reichlich - nach den lang anhaltenden hohen Wasserständen der letzten Monate. Diese sorgen auch dafür, dass der Grundwasserstand in der Region zurzeit zehn bis 20 Zentimeter über dem langjährigen Mittel liegt.

"Nach dem Hochwasser 2011 hatten wir 2012 und 2013 aber so gut wie kein Hochwasser", bilanzierte Reinhard Kürschner. "Drei kleine Hochwasserwellen bescherten uns in diesem Winter nur knapp die Alarmstufe 1." Der Pegel Tangermünde liegt derzeit bei 3.73 Meter, etwa 80 Zentimeter über Normal.