Auf Logik und Konzentration kommt es bei dem Brettspiel an. Im SKZ können Jung und Alt jetzt die cleversten Spielzüge lernen und auf einem großen Außenfeld üben.

Burg l Erst vor ein paar Monaten haben die Zwillinge Hendrik und Jannik, beide neun Jahre alt, das Schachspielen für sich entdeckt. Eine freiwillige Schul-AG weckte im Frühjahr ihre Neugier - jetzt wagen sich die zwei sogar schon ganz selbstbewusst an Partien gegen Erwachsene. "Es macht total viel Spaß, die Figuren des Gegners rauszuhauen!", erklärt Jannik seine Freude an dem Spiel. Auf die Frage, wer von ihnen denn der bessere sei, antworten sie ganz diplomatisch: "Wir sind beide gleich stark." Jeden Donnerstag kommen sie nun um 15 Uhr ins Soziokulturelle Zentrum in der August-Bebel-Straße 30, denn dort wird jetzt ein Schachkurs angeboten.

Seit ein paar Wochen kann bei schönem Wetter draußen auf einem extra angelegten Schachfeld mit großen Figuren gespielt werden. Der Fußboden wurde so mit roten und schwarzen Steinen gepflastert, dass das berühmte Schachmuster mit seinen 64 Feldern zu erkennen ist. Wenn das Wetter einmal nicht zum Draußenspielen einlädt, findet der Spielspaß in der Bibliothek des Gebäudes statt. Dort wird allerdings auf den üblichen kleinen Brettspielen gespielt.

Der Betreuer des Kurses ist Uwe Boennen. Er ist Mitglied bei den Schachfreunden Schermen und hat seine Leidenschaft für das Strategiespiel schon vor mehr als 60 Jahren entdeckt. Nun gibt er seine Erfahrung gerne an Kinder und Jugendliche weiter. Er war es auch, der den Schulkurs von Hendrik und Jannik geleitet hat.

Und er weiß, worauf es wirklich ankommt: "Beim Schach geht es vor allen Dingen um Konzentration und Disziplin", verrät er. "Wer das lernt, hat auch Vorteile in der Schule!"

Doch auch die vielen Regeln des königlichen Spiels, wie Schach auch genannt wird, müssen Interessierte erst einmal erlernen. Zum Beispiel, welche der 16 Figuren welchen Zug machen darf. Immerhin hat jede der sechs verschiedenen Figuren (König, Dame, Läufer, Springer, Turm, Bauer) ihre eigene Vorgabe, wie sie sich auf dem Feld bewegen darf. Spiel-Strategien müssen geübt werden und natürlich auch, wie man den gegnerischen König, die wichtigste Figur im Spiel, schachmatt setzt und damit das Spiel gewinnt.

Bislang fand das Schachangebot leider noch keinen besonders großen Zuspruch. Schachlehrer Boennen würde sich sehr freuen, wenn beim nächsten Treffen mehr Schachinteressierte - egal ob Anfänger oder Profis - kommen würden. Er lädt noch einmal herzlich zu dem Treffen am Donnerstag um 15 Uhr ein.

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