Burg l Wer verbringt den Heiligabend schon gern ganz allein in seinen vier Wänden? Diese Frage hatte sich Markus Konkolewski von der katholischen Kirchengemeinde in Burg gestellt, als man daran ging, die Feierlichkeiten um das Weihnachtsfest vorzubereiten. Was daraus wurde, ist ein gemeinsames Projekt, das zusammen mit dem "Pflegedienst des Vertrauens" ins Leben gerufen wurde und das unter dem Titel "Heiligabend nicht allein" stand. Mitglieder der Gemeinde spendeten für das Vorhaben, buken Kuchen, organisierten den kostenlosen Transport. So konnten Heiligabend rund 30 alleinstehende Pflegebedürftige gemeinsam mit Mitgliedern der Kirchengemeinde im Gemeindebegegnungszentrum in der Blumenthaler Straße einen festlichen Nachmittag verbringen. Sie wurden mit einem Glas Sekt begrüßt, dann gab es Kaffee und Kuchen und im Anschluss die biblische Weihnachtsgeschichte - gespielt mit Spielfiguren, zitiert und gesungen.

Ein schöner Nachmittag - sowohl für die Gäste als auch für die Veranstalter. Markus Konkolewski dazu: "Als Kirche sind wir beauftragt, dorthin zu gehen, wo andere nicht sind und das einzubringen, was wir besonders gut können. Mit der Weihnachtspaket-Aktion von ¿Netzwerk Leben\' sind wir in diesem Sinne bereits engagiert, und bei der Museumsnacht oder der Nacht der Chöre öffnen wir unsere Kirchentüren, um anderen ein klein wenig von uns anzubieten. Wer sich an solchen Aktionen beteiligt, weiß nicht nur von viel Arbeit zu berichten, sondern auch davon, wie es einen selbst ein klein wenig verändert. Nicht zuletzt die Zusammenarbeit mit anderen Partnern, zum Beispiel der Stadtverwaltung Burg, den Chören und anderen, ist - wenn alle Seiten sich bemühen - eine gute und sinnvolle Erfahrung."

Am Ende des Nachmittags erhielt jeder der Gäste zur Erinnerung eine regenbogenfarbige Kerze mit seinem Namen. Und eine zweite Kerze wurde am Abend zur Christmette an der Krippe entzündet.