Ein neuer Vorstand hat die Geschäfte des Burger Heimatvereins übernommen.

Burg l Bürgermeister Jörg Rehbaum wünschte dem neuen Vorsitzenden Christian Köchy viel Erfolg und dankte seinem langjährigen Vorgänger Lutz Freye. Lutz Freye (63) war elf Jahre Vorsitzender des 2001 gegründeten Burger Heimatvereins und hat sein Amt als Vereinsvorsitzender aus gesundheitlichen und Altersgründen abgegeben. "Es gab Höhen und Tiefen", blicke Freye im Gespräch mit seinem Nachfolger Christian Köchy und Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) zurück. In früheren Jahren durch die Unterstützung von Arbeitnehmern in geförderten Maßnahmen personell sehr stark aufgestellt, hatten sich die Rahmenbedingungen für den Verein und seine Mitglieder vor etwa vier Jahren stark verändert. Seitdem kann nur noch auf ehrenamtliche Mitwirkung gesetzt werden, was natürlich Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit des Vereins mit sich brachte. Dennoch boten die Vereinsmitglieder weiter Stadtführungen und Besichtigungen der Türme und der Alten Gerberei an. Sehr aktiv ist bis heute die Arbeitsgruppe "Bismarckturm". Andere Objekte des Heimatvereins, wie der Weinberg, konnten allerdings nur noch sehr eingeschränkt betreut werden.

44 Mitglieder

Bürgermeister Jörg Rehbaum sieht den neuen Vorstand und auch die neuen Mitglieder des Vereins nun in der Lage, einen Neuanfang unter den veränderten Bedingungen zu meistern, die ehrenamtliche Arbeit der 44 Vereinsmitglieder neu zu organisieren.

Angetreten sind dafür neben Christian Köchy als zweiter Vorsitzender Hans-Georg Tietze, Kassenwart Karin Zimmer, Beisitzerin Petra Thiele und Beisitzer Jan Strzyzewski sowie als Kassenprüfer Kerstin Langer und Mike Voß, so dass im Vorstand altgediente und neue Mitglieder mitarbeiten.

Aktionen geplant

In dieser Woche erfolgte die erste Vorstandsberatung, die sich natürlich in erster Linie mit der Übergabe der Geschäfte befasste. Aber auch einige Festlegungen zur weiteren Arbeit des Heimatvereins wurden bereits getroffen: Es wird eine feste wöchentliche Bürozeit, immer am Mittwoch von 14.30 bis 16.30 Uhr in der Hainstraße, geben. Weiterhin will der Heimatverein noch in diesem Jahr, voraussichtlich im Herbst, einen Trödelmarkt durchführen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der Innenhof der Alten Gerberei nach den noch laufenden Bauarbeiten fertig gepflastert ist. "Beim Trödelmarkt wird es dann auch Gelegenheit geben, die neue Fassadengestaltung der Rückfront des zweiten alten Gerberei-Wohnhauses zu besichtigen", so Christian Köchy.

Weiterhin will der Heimatverein auch in diesem Jahr Weihnachtslesungen anbieten. Vorgesehen ist auch die Öffnung der Gerberei am Tag des Offenen Denkmals und zur Museumsnacht.

2016 wird der Heimatverein dann 15 Jahre alt, was natürlich nicht vergessen werden soll.

Da gegenwärtig die Laga-Baumaßnahme "Ihlegärten" beginnt und sich auf dem Nachbargelände des Heimatvereins bis Mitte 2016 hinziehen wird, gibt es zeitweise Einschränkungen der Zuwegung zur Alten Gerberei, was sich auf geplante Veranstaltungen auswirken könnte.

Dennoch sind Köchy und seine Mitstreiter optimistisch, bereits 2015/2016 den Heimatverein bei den Burgern wieder mehr ins Gespräch zu bringen.

Mit Blick auf die Laga 2018 und die Gestaltung der Ihlegärten ist Bürgermeister Jörg Rehbaum zuversichtlich, dass durch die Aufwertung des Umfeldes auch die Nutzung der Alten Gerberei und die Arbeit des Heimatvereins eine neue Qualität bekommen wird. Rehbaum freut sich bereits auf das erste Hof- und Gartenfest des Heimatvereins nach der Fertigstellung der Ihlegärten, das dann im Sommer 2016 stattfinden könnte.