Als Umleitung für den Landesbus 720 soll der ländliche Weg von Loburg nach Brietzke ausgebaut werden. Der Stadtrat von Möckern befürwortete ein Angebot der Nasa, bei dem der Stadt kaum Kosten entstehen sollen.

Möckern/Loburg l Nachdem die Nahverkehrsservicegesellschaft (Nasa) der Stadtverwaltung Möckern das Angebot unterbreitet hatte, für die Dauer der Vollsperrung in Zeppernick einen Feldweg nördlich von Kalitz zu ertüchtigen, hatte Bürgermeister Frank von Holly zugleich Bedingungen an eine Zusage geknüpft: Keine Kosten für die Stadt waren eine davon, eine neue Fahrbahnoberfläche für den Kalitzer Weg im Bereich der Sekundarschule Loburg eine weitere. Dem stimmte die Nasa zu, der Stadtrat am Donnerstag auch.

Die Nasa kann sich nun freuen, trotz der Vollsperrung in Zeppernick ihren schon vor der Vereinbarung veröffentlichten Fahrplan halten zu können. Grundsätzlich war für den jetzt statt der Bahn verkehrenden Bus die Umleitung von Loburg über Hobeck, Göbel, Kalitz und Brietzke nach Zeppernick vorgesehen - so wie auch der Schulbus fährt. Zur Verbesserung der Streckengeschwindigkeit soll nun die verkürzte Strecke genutzt werden können. Die Umleitung verkürzt sich von 13,2 Kilometer auf 6,3 Kilometer, so dass gegenüber der Normalstrecke über Zeppernick (5 Kilometer) während der Bauzeit keine wesentliche Verzögerung zu erwarten ist.

Die angedachte Ertüchtigung des ländlichen Weges, der bislang zu 3/5 der Strecke ein Sandweg ist, erfolgt auf Kosten des Landes. Die Rede ist von über 300 000 Euro.

"Ich halte Verkehrskontrollen am ländlichen Weg für unbedingt erforderlich."

Frank von Holly

Für die bereits vorhandenen Schäden im innerörtlichen Bereich des Kalitzer Weges soll sich die Stadt Möckern entsprechend dem ersparten Unterhaltungsaufwand an den Kosten beteiligen. Ausgehend von einer erwarteten "Standzeit der Straßendecke" wurden auf vier Jahre gesehen 4000 Euro errechnet. Die Arbeiten sollen mit dem zweiten Bauabschnitt der Baustelle Zeppernick zeitnah ausgeschrieben werden. Laut Stadtverwaltung waren Arbeiten an den Nebenanlagen und Beleuchtung im innerörtlichen Bereich des Kalitzer Weges ohnehin mit 130 000 Euro im Haushaltsplan vorgesehen.

Der Ausweichweg soll ausdrücklich nur für den Busverkehr sowie den land- und forstwirtschaftlichen Verkehr zur Verfügung stehen. "Eine dahingehende Kontrolle erscheint unbedingt erforderlich", so Frank von Holly am Donnerstag. Ansonsten sei zu erwarten, dass schon innerhalb kürzester Zeit die Bankette genau so aussehen, wie an der Gemeindestraße nach Wendgräben, die zum Schleichweg wurde.