Der Freiwilligen Ortsfeuerwehr Körbelitz ist am Freitagnachmittag eine funkelnagelneue Tragkraftspritze offiziell übergeben worden.

Körbelitz l "Die Spritze ist ein absolutes Hightechgerät", schwärmt Wehrleiter Guido Steffen. Und er fügt an, dass das Gerät genau auf die Bedingungen in Körbelitz zugeschnitten sei.

Was er damit meint, reißt auch Gemeindewehrleiter Dirk Jeitner an, der die Spezialisierung der sechs Ortsfeuerwehren vorantreibt. Die Körbelitzer Wehr solle und müsse sich auf ihre Fähigkeiten bei der Überbrückung langer Wegstrecken zwischen Wasser- entnahme und Brandort konzentrieren.

In Körbelitz gibt es mit dem Dorfteich auf der einen Seite und einer Zisterne auf der anderen Seite des Dorfes nur zwei Löschwasserentnahme-Möglichkeiten. So sind zu den Bränden meist lange Schlauchwege zu bauen und zuverlässige Tragkraftspritzen - also motorisierte Pumpen - notwendig.

Wehrleiter Guido Steffen erklärt, dass sich die Wehr, die heute über 20 aktive Männer und Frauen zählt, langfristig auf diese Situation eingestellt habe. Schon vor Jahren sei ein großer Schlauchwagen angeschafft und für die Körbelitzer Bedingungen umgebaut worden. Mit diesem Wagen, auf dem weitere Tragkraftspritzen mitgeführt werden, kann die Feuerwehr ihre eigenen 2000 Meter Schläuche transportieren. Eine solche Menge an B-Schläuchen habe kaum eine andere örtliche freiwillige Feuerwehr, so der Wehrleiter.

Mit der Anschaffung der modernen, 13 000 Euro teuren Tragkraftspritze, so Bürgermeister Bernd Köppen bei der Übergabe, solle der Schutz der Bürger erhöht und zugleich die Einsatzbereitschaft der freiwilligen Kameraden anerkannt werden.

Guido Steffen macht dann auf die Besonderheiten der Pumpe aufmerksam. Sie sei leichter, leiser und leistungsfähiger als ihr Vorgänger aus den 70er Jahren. Sie sei per Knopfdruck unproblematisch zu starten und regele Druck und Pumpleistung voll automatisch. Sie spare praktisch den Maschinisten ein. Körbelitz hat damit die modernste Spritze innerhalb der Gemeindefeuerwehr. Die Pumpe kommt auf dem Tanklöschfahrzeug zum Einsatz.

Körbelitz hat aber auch die älteste Spritze innerhalb der Einheitsgemeinde. Die Pferdespritze aus den 2oer Jahren sollte am Freitag ebenfalls wieder an die Wehr übergeben werden. Aber die Restauratoren Eckhard Brandt, Helmut Koltermann und Wolfgang Selinger wollten sie nicht der Nässe des Nachmittags aussetzen. Schon damals, so Ortsbürgermeister Eckhard Brandt, sei die Wehr auf dem höchsten Stand der Löschtechnik gewesen.

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