Burg l Seit drei Jahren ist der Burger Dirk Seidler nun "trocken". Dabei geholfen haben dem 48-Jährigen die Mitarbeiter der Burger DRK-Sucht-Tagesstätte, die er von März 2009 bis Juni 2011 besuchte. "Und ich hatte die Unterstützung meiner Frau, meiner Tochter sowie meiner Eltern und meiner Geschwister", so Seidler. Der Burger befand sich viele Jahre in einem Teufelskreis, nachdem er bei der Arbeit als Müllmann zu trinken angefangen hatte. Dutzende Entgiftungen hat er hinter sich, auch den Strafvollzug hat er "von innen" kennengelernt.

Trotz gesundheitlicher Einschränkungen und Arbeitslosigkeit genießt Dirk Seidler sein "neues Leben" ohne Alkohol. Dabei hat er ein altes Talent wiederentdeckt: das Malen und Gestalten von Skulpturen. Mit Farbe und Pinsel Spuren hinterlassen hat Seidler unter anderem im Burger Altstadt-Café. Inhaberin Saskia Hensel wollte ein Burger Motiv an der Wand und der Hobby-Künstler setzte die Idee um.

Der Kontakt riss nicht ab, und nun bietet Saskia Hensel Dirk Seidler die Möglichkeit für eine kleine Ausstellung in ihren Räumen, in der Seidler bis 15. Januar neben Bildern auch Gasbeton-Skulpturen zeigt, die er für drinnen und draußen anfertigt. Die Ausstellung soll einem guten Zweck dienen: Wem ein Kunstwerk von Dirk Seidler gefällt, kann es gegen Gebot erwerben. Das Geld kommt komplett der "Kindervilla" in der Burger Bahnhofstraße zugute. Dort werden Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten und psychischen Störungen sowie Kinder mit Lernbehinderungen und/oder Schulproblemen betreut. Man kann im Altstadt-Café auch direkt für die "Kindervilla" spenden.