Verkehrsberuhigte Zonen sollen in der Kreisstadt und ihren Ortsteilen für mehr Lebensqualität und Sicherheit sorgen. In Schartau kam der Anstoß aus der Bürgerschaft. Die Stadtverwaltung ist offen für Wünsche. Was machbar ist, muss die Prüfung vor Ort zeigen.

Burg/Schartau/Ihleburg/Parchau l Noch kurz vor Weihnachten ist die Burger Ortschaft Schartau bis auf zwei Ausnahmen als verkehrsberuhigte Zone erklärt und ausgeschildert worden. Außer auf den beiden Hauptverkehrsadern Schartauer Hauptstraße und Stietzelstraße, wo weiter maximal 50 km/h gefahren werden darf, gilt jetzt überall Tempo 30.

"Wir versprechen uns mehr Wohnqualität und mehr Sicherheit", erklärte Ortsbürgermeister Dr. Hans-Horst Borg. Vor über zwei Jahren war die Idee entstanden und im Ort diskutiert worden. "20 Bürger hatten sich nach unserem Aufruf unmittelbar dazu geäußert. Nur einer war dagegen", so Borg. Die Anregung aus der Ortschaft gab der Rat an die Stadtverwaltung weiter. Die prüfte mit der Polizei - für die Schartauer mit einem guten Ausgang. "Es hat gedauert, aber Schartau haben wir jetzt geschafft. Ihleburg folgt Anfang des Jahres und dann packen wir Parchau an", erklärte Peter May aus dem Sachgebiet Tief- und Hochbau in der Burger Stadtverwaltung. Auch in der Kernstadt sei mit dem Bereich nördlich der Grabower Straße eine neue verkehrsberuhigte Zone entstanden.

Weitere könnten folgen. "Wir sind da offen", hob May hervor. Wenn Anstöße aus den Stadtteilen und Ortschaften kämen, würden sie auf ihre Umsetzbarkeit geprüft. Bei 30 km/h-Zonen gibt es für Kraftfahrer eine wesentliche Änderung: Es gibt weniger Verkehrsschilder. In den verkehrsberuhigten Bereichen gilt das Prinzip "Rechts vor Links". An den Zonenausgängen haben die beiden Hauptstraßen Vorrang.

Befragt wird im Vorfeld auch die Nahverkehrsgesellschaft NJL. Sie muss sagen, ob die Geschwindigkeitsbegrenzung Einfluss auf die Einhaltung des Busfahrplans hat. "In Schartau sah die NJL keine Probleme", so May.

Die Erweiterung der verkehrberuhigten Zonen bringt nach Mays und Borgs Überzeugung auch mehr Sicherheit für Rad-fahrer. Schartau liegt nahe an Fähre und Elbe-Radweg. "Wir wollen mehr Radtouristen in den Ort ziehen", so Borg. Im Ort soll eine kleiner Fahrradstützpunkt entstehen.