Er selbst war Dorfpfarrer, jetzt ist er eigentlich im Ruhestand: Harald Schultze. Die Christvesper in der Hohenwarther Kirche, der ehemaligen Gemeinde seines Sohnes, hält er aber auch dieses Jahr gerne.

Hohenwarthe l An Heilig Abend findet jedes Jahr auch in der Kirche von Hohenwarthe ein Gottesdienst statt. Da es für einen Dorfpfarrer schwierig ist, zeitgleich in allen Kirchen der Gemeinde eine Christvesper abzuhalten, ist es in Hohenwarthe nicht Pfarrer Eichfeld, der den Gottesdienst hält. Er hat sich Unterstützung geholt: Harald Schultze. Er ist bereits ein bekanntes Gesicht für die Hohenwarther. Von 2001 bis 2007 hielt er an Heilig Abend die Vesper in Hohenwarthe, ebenso 2009 und nun auch wieder in diesem Jahr.

"Mein Sohn war jahrelang Pfarrer in dieser Gemeinde, bis er krankheitsbedingt nicht mehr konnte", erzählt Schultze. Außerdem sei er selbst viele Jahre Dorfpfarrer gewesen. "Es ist, sozusagen, eine lieb gewonnene Gewohnheit, der ich jetzt im Ruhestand immer noch nachgehen kann", sagt er. "Ich werde immer wieder gefragt. Das finde ich schön."

Sein Sohn freut sich darüber, dass sein Vater in seiner alten Gemeinde die Christvesper hält und noch so aktiv ist, auch wenn er selbst nicht dabei sein kann. Viele gute Erinnerungen hat Harald Schulltze an Hohenwarthe.

Beispielsweise ist ihm ein Pfingstmontagsgottesdienst gut im Gedächtnis. "Es ist bei uns Tradition, den Gottesdienst an diesem Tag woanders abzuhalten. Und auch da wurden wir in Hohenwarthe sehr herzlich empfangen", erzählt er. Jetzt freut er sich aber, heute Abend sogar zwei Gottesdienste halten zu dürfen - einmal mit und einmal ohne Krippenspiel.