227 Mal sind im Jahr 2010 die 28 Feuerwehren der Einheitsgemeinde zu Bränden oder anderen Einsätzen ausgerückt. Diese Statistik stellte der Stadtwehrleiter von Möckern Torsten Quandt dem Stadtrat vor.

Möckern l Die Feuerwehrleute werden sich noch gut daran erinnern: genau vor einem Jahr hatten sie zwar "Weiße Weihnachten", aber keinesfalls eine "Stille Nacht". Denn Schneebruch an etlichen Straßen im Gebiet zwischen Büden und Schweinitz sorgten bis kurz vor der Bescherung für Aufbruchstimmung in den Gerätehäusern.

Die Wintereinsätze waren nur ein Bestandteil einer detaillierten Auflistung, welche der Möckeraner Stadtwehrleiter Torsten Quandt in der vergangenen Ratssitzung den Stadträten vorstellte. Ein aktueller Rückblick für das zu ende gehende Jahr 2011 ist im kommenden Jahr vorgesehen.

47 Brände, dazu 148 mal geleistete technische Hilfeleistung und 32 "sonstige" Einsätze, zu denen auch Fehlalarme bei Brandmeldeanlagen zählen, führen Quandts Mitschriften auf. Die Statistik (siehe nebenstehenden Infokasten) zeige, wie wichtig es für die große Einheitsgemeinde ist, tatkräftige Wehren vorzuhalten. Gelobt wurde hier der Zusammenhalt der Kameraden und die Kooperation der Wehren.

Aber neben einem ausreichenden Bestand an aktiven Ehrenamtlichen ist auch die technische Ausstattung wichtig. Das beweist ein Blick auf die Ínventarliste der Feuerwehren. In der Statistik taucht noch die Feuerwehr Schopsdorf auf. Je nach Berücksichtigung der Eigenständigkeit der dortigen Feuerwehr nennt Quandt 57 beziehungsweise 54 Einsatzfahrzeuge. Die teils in die Jahre gekommene Technik sorgt für Kosten bei nötigen Reparaturen. So kostet schon eine Instandsetzung an der Drehleiter (Baujahr 1978) fast mehr als ein Kleinwagen. Neben den regelmäßig notwendigen Überprüfungen vorhandener Technik wurde auch aufgerüstet und auf neue Errungenschaften umgestellt. Etwa beim Digitalfunk erfolgte die Umstellung von 27 Sirenen auf digitale Ansteuerung. Bei den neuen Mobilgeräten für den Einsatz der Wehren hatte die Stadt Möckern Technik im Wert von 133 000 Euro erhalten.