In Hohenziatz drohen einige Linden zum Problem zu werden. Der Ortschaftsrat befasste sich unlängst mit einem Antrag auf Fällung mehrerer Bäume. Eine Alternative wäre ein Erhalt der Bäume jedoch mit Radikalschnitt.

Hohenziatz l Ratsmitglied Hardy Lipp hatte den Antrag auf Fällung einiger Bäume in der Hohenziatzer Karl-Marx-Straße gestellt, und er wusste einen Teil seiner Nachbarn in diesem Ansinnen hinter sich. Es geht um Linden, die vor gut 20 Jahren entlang der Karl-Marx-Straße und auch in der Straße "Alt Frose" gepflanzt worden sind. Inzwischen aber sorgen die Wurzeln für Bewegung bei Kanaldeckeln und im Gehweg, sie statten offenbar auch schon "Hausbesuche" ab. Hinzu kommt das ewige Herbstproblem: Blätter bereiten den Anliegern Mühe. Ein Vorwurf richtet sich an die Stadt Möckern: Sie pflege die Bäume nicht ausreichend.

So ganz ohne Bäume wollten andere im Ortschaftsrat ihren Ort aber auch nicht sehen, etwa Ortschef Holger Blumhagel. Er plädierte dafür, an den Bäumen einen Radikalschnitt durchzuführen, wie es auch in der Ortslage Möckern praktiziert wird. "Dann sieht es zwar zwei Jahre schlimm aus, aber der Ort wird nicht dauerhaft baumlos." Der Ortschaftsrat verständigte sich darauf, den Bauhof mit einem Radikalschnitt beauftragen zu lassen. Erfolge der nicht, sollen die Bäume ganz weg. Dies beträfe dann neben der Karl-Marx-Straße und Alt Frohse auch die Hermann-Matern-Straße. Als Frist wollen die Ratsleute Ende Februar setzen. Auf eine Baumschutzsatzung müsse in Hohenziatz nicht geachtet werden. Der Ort hatte sich keine gegeben.