Ein Wochenende, das den meisten Nachwuchsbrandschützer des Kreisfeuerwehrverbandes Gardelegen wohl noch lange in Erinnerung bleibt, erlebten fast 150 Jungen und Mädchen in Arendsee. Das Jugendverbandszeltlager fand zum 19. Mal statt.

Arendsee l Alle feuerten ihn an und waren erstaunt, dass der Gardeleger erst nach mehr als 35 Metern zum Liegen kam. Nick Enseleit legte am Donnerstag den Rekord beim ersten Arendseer Wampen-Sliden hin. Das Bauchrutschen bildete den Auftakt des Feuerwehrwochenendes, für das sich das zwölf Mitglieder starke Organisationsteam der Lagerleitung wieder einiges hatte einfallen lassen.

Nach einer kurzen Nacht in den Zelten ging es Freitagvormittag dann für alle Mannschaften sportlich weiter. Beim Brennball traten sie gegeneinander an. Die Nase vorn hatte die Mannschaft aus Engersen, gefolgt von Jävenitz/Lindstedt und den Kakerbecker Jugendlichen.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Zeltlagers traten am Freitag die Nachwuchsbrandschützer beim Drachenbootrennen auf dem Arendsee gegeneinander an. Sechs gemischte Mannschaften gingen mit den Booten des Arend- seer Drachenbootvereins "Red Dragons" an den Start. Sieger des Turniers wurden die Arendseer Hechte, die von Team- und Lagerleiter Claas Schulze angeführt wurden.

Feuerwehrwissen und Geschicklichkeit waren am Freitagabend dann bei der Olympiade gefragt. Auf einer sechs Kilometer langen Strecke absolvierten die Floriangruppen verschiedene kleine Wettkämpfe. Dazu zählte das Erbsenzerschlagen, der Heiße Draht, das Feuerwehr-Tabu oder auch das Schlauchkegeln. Erst nach Mitternacht kamen die Mannschaften zurück ins Lager. Doch damit war der Tag noch nicht beendet.

Um 2 Uhr heulten die Sirenen. Nachtalarm! Die Truppen mussten einen Kriminalfall - der Arendseer Hecht wurde von einem Unbekannten getötet - lösen. Durch Zeugenbefragungen mussten die Jugendlichen den Mörder - es war Lagerleitungsmitglied Ulf Kamith - entlarven. Die schnellste Mannschaft und damit die Sieger waren die Nachwuchsbrandschützer aus Kalbe. Nach einer kurzen Nacht ging es mit einem informativen Vormittag weiter. Die DRK-Hundestaffel Salzwedel zeigte den Jugendlichen den Umgang mit ihren Hunden und demonstrierte die Aufgaben der Vierbeiner. Zeitgleich absolvierten 27 Jungs und Mädchen die Jugendflamme Stufe 2.

Die Ermittlung des Siegers in der Gesamtwertung setzte sich dann beim Bahnenwettkampf an der Bleiche fort. Nachdem sich die Brandschützer unter einem Bettlaken angezogen hatten, schoben sie eine Schlauchhaspel durch einen Parcours, warfen Büchsen um, machten einige Stiche und Bunde, ordneten Feuerwehrgerätschaften zu, rollten dann Schläuche aus, wobei die Teilnehmer einen Parcours mit Wassergraben, Tunnel und Baake bewältigen mussten. Doch nicht nur die Jugendlichen bewiesen ihr Können. Spontan schlossen sich einige Betreuer zusammen und durchliefen unter tosendem Applaus der Jungen und Mädchen auch den Parcours. Bei den sommerlich heißen Temperaturen kam eine Abkühlung im Arendsee danach genau richtig.

Am Sonntag dann wurde es spannend. Daumendrückend standen die Mannschaften bei der Siegerehrung. Bei der Gesamtwertung um den Wanderpokal wurde die Jugendwehr aus Dannefeld als Sieger aufgerufen. Auf Platz zwei landeten die Jävenitzer. Bronze ging an die Truppe aus Solpke. Platz vier ging an die Jugendwehr aus Lindstedt, gefolgt von Kalbe/Milde I und Jeseritz-Potzehne I. Auf dem siebenten Platz landete Kakerbeck, gefolgt von dem Team Kusey/Röwitz/Neuferchau. Der neunte Platz ging an die Mannschaft Kalbe II. Danach folgten Zichtau, Letzlingen und Gardelegen I auf den Plätzen zehn, elf und zwölf. Der 13. Rang wurde von Wiepke belegt, gefolgt von Hohenhenningen, Mieste und Engersen. Gardelegen II landete auf Platz 16, Mieste II auf Platz 17. Der Trostpreis - die Teilnahme am Arenddrago am 31. August - ging an die Mannschaft Jeseritz/Potzehne II.

   

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