Hinweisschilder am Radwanderweg nahe Kalbe sorgen für Aufregung bei einem Butterhorster. Sie seien falsch, sagt er. Die Touristinformation hält dagegen.

Butterhorst l "Da werden unsere Steuergelder verschwendet", sagt Diethelm Meyer aufgebracht. Der Butterhorster ärgert sich derzeit über eine Tafel mit verschiedenen Hinweisschildern an einem Radweg westlich von Kalbe. An einer Kreuzung am Landwirtschaftsweg nahe Butterhorst, der gern von Radlern und Wanderern genutz wird, stehe seit einigen Tagen eine Schilderanlage mit falschen Angaben, so Meyer. Die Entfernung nach Butterhorst sei zum Beispiel mit vier Kilometern angegeben. "Dabei sind es nur 1,2 Kilometer." Ebensowenig stimmten die Angaben zur Distanz nach Mehrin und Vienau. Hier, so meint er, "werden Bürger bewusst getäuscht".

Beim Vor-Ort-Termin allerdings fehlt zunächst offensichtlich der Richtungsweiser nach Butterhorst. Den "habe ich schon abgemacht", erklärt Meyer. Dafür weist er noch auf eine weiteren Sache hin, die seiner Meinung nach "völliger Quatsch" ist: Das Schild in Richtung Altmersleben sei nämlich falsch herum angebracht. "Wer macht denn so was?" Natürlich habe er bereits in der Touristinformation nachgefragt, bestätigt Meyer. Gehör gefunden habe er dort jedoch nicht. Auch den Hinweis, dass Fehler passieren können, will er so nicht gelten lassen. "Das mag sein", so Meyer, "dann muss man aber auch dazu stehen."

Damit indes hätte Sigrid Gassel, Mitarbeiterin der Kalbenser Tourist-Info, auch kein Problem. Wenn es denn so wäre. Den Vorwürfen des Butterhorsters wiederspricht Gassel auf Anfrage der Volksstimme nämlich ganz deutlich. Denn die Schilderanlage an der genannten Kreuzung sei keinesfalls neu, sie gebe es bereits seit 1995, so Gassel. Im Zuge des Projektes Bürgerarbeit seien die Schilder allerdings kürzlich im Auftrag der ABS Drömling aufgearbeitet und an gleicher Stelle wieder aufgestellt worden, erklärt sie. Und auch für den vermeintlich falschen Richtungspfeil nach Altmersleben hat sie eine Erklärung: Denn "die Route zwei in unserer Radwanderkarte führt genau von dort über Altmersleben nach Vahrholz und dann weiter nach Bühne". Alles habe also seine Richtigkeit. Zum besseren Verständnis, so versichert Gassel, würden in der nächsten Zeit noch die Routennummern an den Schildern befestigt. Derzeit würden zudem alle Strecken mittels GPS vermessen. Sollten Kilometerangaben auf den alten Tafeln also mal nicht ganz stimmen, werde das in diesem Zuge berichtigt. Letztendlich sei es aber gut, dass es die Hinweisschilder dort überhaut gebe.

Die Aufregung des Butterhorsters kann sie deshalb nicht nachvollziehen. Und das gelte auch für die Art und Weise, wie sich Meyer im Rathaus über diese Angelegenheit beschwert habe. Er habe sich nämlich in jenem Gespräch deutlich "im Ton vergriffen", so Gassel.