Die Wobau Gardelegen hat derzeit einen Gesamtleerstand von 4,08 Prozent. Damit steht sie im Landesvergleich auf Platz eins.

Gardelegen l Der Abriss von Wohnungen hat ebenso Einfluss auf die Entwicklung des Leerstandes wie das Schaffen attraktiven Wohnraumes. Beide Felder hat die Wohnungsbaugesellschaft Gardelegen in den vergangenen Jahren bestellt - und nun kann die sehr gute Ernte eingefahren werden. Denn mit einem Gesamtleerstand von nur 4,08 Prozent steht die Wobau Gardelegen an der Spitze der 66 kommunalen Wohnungsunternehmen in Sachsen-Anhalt. Zum Vergleich: Der Letztplatzierte hatte Anfang dieses Monats einen Leerstand von 37,95 Prozent. Der landesweite Durchschnitt liegt bei knapp 16 Prozent.

Die Wobau Gardelegen hat derzeit einen Bestand von 1423 Wohnungen. Davon waren Anfang Dezember nur 58 nicht vermietet - drei weniger als im Vormonat.

Der Leerstand ist natürlich von Wohnregion zu Wohnregion unterschiedlich. Im Sanierungsgebiet, also in der Stadtmitte, hat die Wobau derzeit 346 Wohnungen, von denen Anfang des Monats 24 leer standen. Im Monat zuvor waren noch zwei Wohnungen mehr unbelegt. Der Leerstand im Sanierungsgebiet macht 41,4 Prozent des Gesamtleerstandes aus.

Im Schlüsselkorb hat die Wobau 442 Wohnungen. Davon waren zu Monatesbeginn 18 nicht vermietet, drei weniger als im Monat zuvor. Mit 31 Prozent Anteil am Gesamtleerstand steht der Schlüsselkorb an zweiter Stelle im Wobau-internen Vergleich der Wohnregionen. Im Wohngebiet Ost gibt es 319 Wohnungen des Unternehmens, von denen Anfang Dezember sieben nicht vermietet waren, zwei mehr als im Monat davor. Im Wohngebiet West sind alle 143 Wohnungen vermietet, so war es auch schon im November. Im Wohngebiet Nord/Hemstedter Siedlung hat die Wobau 42 Wohnungen, von denen wie schon im November zwei nicht belegt sind. Im Gebiet Süd sind von den 117 Wohnungen zwei nicht vermietet, keine Veränderungen zum Vormonat. In den Ortsteilen gibt es elf Wohnungen, von denen zwei nicht vermietet sind. In der Statistik stehen zudem drei Wohnungen, die zum Abbruch vorgesehen sind.

Mit dem aktuellen Gesamtleerstand von 4,08 Prozent hat sich ein seit Monaten anhaltender Prozess fortgesetzt. Im Januar 2010 lag der Leerstand innerhalb der Wobau noch bei 6,48 Prozent. Am Ende des Jahres war es schon ein Prozent weniger. Mit 4,86 Prozent startete das Wohnungsunternehmen dann in das Jahr 2011. Im Februar gab es mit 5,21 Prozent zwar einen Anstieg, doch dann ging es weiter hinab. Soweit sogar, dass im Mai mit 3,93 Prozent und im Juni mit 4 Prozent die besten Zahlen erreicht wurden.