Nur noch vier Tage: Dann gelten für viele Straßen in der Einheitsgemeinde Kalbe neue Namen. Die Vorbereitungen dafür laufen in der Verwaltung auf Hochtouren.

Kalbe l Manch einer hat sich bereits gewundert, dass einige Straßenschilder in der Einheitsgemeinde Kalbe mit rotem Band umklebt sind. Doch die Sache hat einen Grund: Die Namen, die auf den betreffenden Schildern stehen, verlieren am 1. Januar 2012 um 0 Uhr ihre Gültigkeit. Ingesamt werden dann 61 Straßen beziehungsweise Straßenzüge umbenannt.

Neue Postleitzahl für Engersen und Jeggeleben

"Und die Bürger sollten sich möglichst schnell daran gewöhnen", empfiehlt Bürgermeister Karsten Ruth. Dies gelte vor allem auch für die Ortschaften Engersen und Jeggeleben, wo zum Januar auch eine neue Postleitzahl (39624 statt 39638 beziehungsweise 29416) eingeführt werde. Zwar habe die Post zugesichert, dass in der ersten Zeit auch noch Sendungen mit der alten Anschrift zugestellt würden, doch seien Probleme vorprogrammiert, wenn keine zügige Umstellung erfolge, so Ruth.

Nummerierung ändert sich nur in einigen Dörfern

Vor allem externe Dienstleister hatten in der Vergangenheit nicht immer die Nennung der Ortsteile berücksichtigt, sodass es bei gleich lautenden Straßennamen in der Einheitsgemeinde zu Fehlzustellungen kam. Der Stadtrat hatte die Umbenennung aber auch beschlossen, damit Rettungskräfte künftig ohne langes Suchen an ihren Zielort gelangen. Genau aus diesem Grund wird in einigen Orten auch eine Neu-nummerierung der Häuser vorgenommen. Laut Bürgermeister Karsten Ruth betrifft dies Badel und Zierau sowie auch Vienau, wo die Dorfstraße sich künftig in fünf verschiedene Straßenzüge spaltet. Auch in Brunau und Packbebusch muss teilweise neu nummeriert werden. Dort sind aber ausschließlich Anwohner der Bahnhofstraße, die sich künftig von einem Dorf zum anderen erstreckt, betroffen. In Faulenhorst, Winkelstedt und Wustrewe hingegen, wo sich die bisherigen Dorfstraßen ab Januar in drei, vier und zwei verschiedene Straßenzüge unterteilen, bleiben die alten Hausnummern bestehen.

Mitarbeiter der Stadt hätten, wie Karsten Ruth informierte, bereits vor Weihnachten damit begonnen, die bisherigen Straßenschilder abzukleben beziehungsweise sie gegen neue auszutauschen. Diese Maßnahme sei mit zusätzlichen Kosten von etwa 4000 Euro verbunden.

Ausweisänderung erst nach dem 10. Januar möglich

Kostenlos erfolgt hingegen ab Januar die Änderung der Personalausweise. Sie ist jedoch erst nach dem 10. Januar möglich, weil bis dahin in der Verwaltung die Umstellung erfolgt. Noch im Januar soll es zudem die ersten Außensprechstunden des Einwohnermeldeamtes in den größeren Ortschaften geben. Die genauen Termine werden dann rechtzeitig bekanntgegeben. Gegen Vorlage formlos erstellter Vollmachten können dann auch Dokumente geändert werden, deren Besitzer nicht persönlich zur Sprechstunde erscheinen. Es wird allerdings darauf hingewiesen, dass die neuen, elektronisch lesbaren Pässe ausschließlich im Einwohnermeldeamt in Kalbe geändert werden können, da es nur dort die entsprechende Technik gibt.

Dienstleister sind selbständig zu informieren

Die Stadt informiert von sich aus das Katasteramt, das Finanzamt, den Wasserverband, das Umweltamt, den Bezirksschornsteinfeger sowie die Kfz-Zulassungsstelle über die Straßenumbenennung. Letztere benötigt zur kostenlosen Änderung der Fahrzeugpapiere aber die entsprechenden Dokumente. Diese sind vom Bürger selbst vorzulegen. Er muss sich auch eigenständig darum kümmern, dass der Arbeitgeber und Dienstleister wie die Renten- und die Krankenversicherung, das Grundbuchamt und Sozialeinrichtungen von der neuen Anschrift informiert werden.