Zichtau (gb) l "Das geht ja gar nicht", sei seine erste Reaktion gewesen, als er aus der Presse erfahren habe, dass der Neujahrsempfang in Gardelegen ausfallen soll, sagt Magnus Staehler, Projektleiter der Stiftung "Zukunft Altmark" in Zichtau. "Wir bekommen hier natürlich auch die Tageszeitungen", sagt der enge Mitarbeiter des Gutsbesitzers Hasso von Blücher. So habe er kurz vor Weihnachten in seiner rheinländischen Heimat davon erfahren. Doch "ein so wichtiges Ereignis, eine tolle Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und gute Gespräche zu führen", dürfe einfach nicht gestrichen werden, findet Staehler. Zumindest nicht aus den genannten Gründen.

Hasso von Blücher teile diese Ansicht. Und "deshalb kommt nun Kennedy ins Spiel, frei nach dessen Motto, ¿Frage nicht, was Deine Stadt für Dich tun kann, sondern was Du für Deine Stadt tun kannst\', waren wir uns sehr schnell einig darüber, dass wir hier einspringen müssen. Deshalb würden wir den Neujahrsempfang gern bei uns in Zichtau ausrichten. Schließlich steht unsere Stiftung unter dem Motto Zukunft Altmark, und das soll ja auch Hoffnung verbreiten", erklärt der Projektleiter. Nachdem Bürgermeister Konrad Fuchs denn auch sein Einverständnis erklärt habe, "freuen wir uns nun auf einen wunderbaren Neujahrsempfang am 27. Januar in Zichtau."

Übrigens: Hinsichtlich der Gästeliste solle sich Fuchs nicht zurückhalten, bittet Staehler. Denn neben Vertretern der lokalen Politik hätten die Gastgeber auch gern Vertreter der Kirchen dabei - "das ist bei uns im Rheinland so üblich" - und natürlich vor allem "ganz, ganz viele Unternehmer der Region." Da auch Einladungen an Unternehmerverbände wie Mittelstandsvereinigungen und Industrie- und Handelskammer verschickt werden sollen, dürfen sich auch alle Geschäftsleute angesprochen fühlen, die hierin organisiert sind, sagt Staehler weiter.

Sie alle könnten beim Empfang dann möglicherweise auch mit Landeswirtschaftsministerin Birgitta Wolff plaudern, die Ihr Kommen bereits zugesichert habe, kündigt Staehler an.

Eine besondere Idee für das Büfett schwebt ihm übrigens auch schon vor: "Toll wäre es doch, wenn wir aus jedem Ortsteil eine Spezialität anbieten könnten", so Staehler. Bürgermeister Konrad Fuchs habe ihm auch schon verspochen, sich diesbezüglich mal umzuhören.