Kalbe (cn) l Der erste Kalbenser Schach-Stadtmeister kommt aus Malchow. Das liegt bekanntlich nicht in der Einheitsgemeinde, sondern in Mecklenburg-Vorpommern, doch stammt Henning Kulinna aus Kakerbeck und ist zudem Mitglied der Schachsportsektion des VfL Kalbe. Regelmäßig fährt er zum Spielen in die alte Heimat. "Er hat noch kein Punktspiel verpasst", sagt Sektionsvorsitzender Jürgen Bethge.

Er selbst stammt aus Kalbe und landete gestern auf dem dritten Platz, hinter Jerome Raub aus Packebusch und vor Wilfried Reinecke aus Kläden. Dieser Ort liegt in der Einheitsgemeinde Arendsee, doch gehört Reinecke ebenfalls den Kalbenser Schachsportlern an, so wie die meisten anderen der zehn Teilnehmer der ersten Stadtmeisterschaft.

Diese fand am Dienstag, Donnerstag und am gestrigen Freitag in der örtlichen Pizzeria statt. Die Spannung, die dort bis zur letzten Minute in der Luft lag, war förmlich greifbar. "Mehrere Spiele gingen bis zum Plättchenfall", was nichts anderes bedeute, als dass sie fast vier Stunden gedauert hätten, wie Jürgen Bethge erklärte. Gespielt wurde nach dem sogenannten Schweizer System.

Am Ende gab es an Henning Kulinna kein Vorbeikommen. "Er ist von der Spielstärke her unser Spitzenmann", sagte der Vorsitzende. Er bewertete aber auch die Leistung von Dennis Rummelfanger als sehr gut. Auch wenn es für diesen nicht für einen der vorderen Plätze gereicht hat, so hat es sich der zwölfjährige Winkelstedter doch zugetraut, es mit neun Erwachsenen aufzunehmen, von denen die meisten auch noch in der Bezirksoberliga spielen. Der Gymnasiast, der sich das Schachspiel vor rund sechs Jahren selbst beigebracht hat, überlegt noch, ob auch er Mitglied der Sektion werden soll. "Das ist ganz allein seine Entscheidung", sagte Vater Bodo Rummelfanger, der den Jungen gestern abholte. Laut Jürgen Bethge hat die Stadtmeisterschaft den Beteiligten so viel Freude gemacht, dass eine Neuauflage so gut wie sicher ist.