Genthin l Aus den Händen von Berndt Franke, dem Vorsitzenden des Bibliotheksfördervereins, wird Bürgermeister Wolfgang Bernicke am Mittwoch zum Treffen des Edlef Köppen Freundeskreises in der Stadt- und Kreisbibliothek die im Spätsommer 2012 erworbenen Köppen-Briefe entgegennehmen.

Die 106 Briefe und Postkarten, die überraschend auf dem Kunstmarkt aufgetaucht waren, konnte der Förderverein mithilfe von Landesförder- mitteln und Spenden erwerben.

Vom Inhalt der Briefe versprechen sich Stadtbibliothek und Freundeskreis eine Vertiefung der Erkenntnisse über den Edlef Köppens Lebensabschnitt während des Ersten Weltkrieges. Die Freude in Genthin über den gelungenen Ankauf der wertvollen Dokumente ist groß: "Damit verfügt der bereits umfangreiche Fundus über ein weiteres Highlight, das eine gute Basis für die weltweite Köppen-Forschung bietet", heißt es in der Pressemitteilung.

Edlef Köppen schickte die Briefe und sechs Postkarten zwischen 1913 und 1920 unter anderem aus München, Warschau, Burg und weiteren Städten ab.

Neben der mit Freude erwarteten, offiziellen Übergabe der Köppen-Briefe stimmen sich die Mitglieder des Edlef Köppen Freundeskreises endgültig zur Gestaltung des Köppen-Jahres 2013/14 ab. Den Auftakt gibt am 21. Februar, dem 74. Todestag Edlef Köppens, ein Vortrag im Heimatverein Mützel, der sich mit Geburt und Herkunft des Schriftstellers und Radiopioniers auseinandersetzt.

Nach bisherigem Stand werden in einem monatlichen Rhythmus insgesamt 19 Veranstaltungen angeboten. Um Kinderspiele im 19. Jahrhundert geht es beispielsweise, wenn im März Köppens Kindheit im Mittelpunkt steht. Sein literarisches Schaffen wird mehrfach beleuchtet. Dem "Heeresbericht" werden verschiedene Veranstaltungen gewidmet.

Schluss ist im August 2014, wenn sich der Ausbruch des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal jährt.