Genthin l Vereinsvorsitzender Fritz Mund unterzog das vergangene Jahr in seinem etwa einstündigen Referat einer vielseitigen, genau ausformulierten Analyse. Ein Schwerpunkt seines Berichts galt der Altersstrukur des Vereins, der in seinem Mitgliederbestand weitesgehend konstant blieb. Allerdings führte Mund aus, seien 40 Prozent der Vereinsmitglieder über 60 Jahre alt, während bei den bis zu Sechsjährigen nur noch 28 Kinder im Verein (2007 waren es 81 Kinder) organisiert sind. Mund unterstrich, dass es wichtig sei, schon "in diesem Alter mit Kindern zu arbeiten" und nannte in diesem Zusammenhang die "Turnmäuse" als positives Beispiel.

Probleme im Vereinssport werden sich mit der baubedinten Schließung der Turnhalle Baumschulenweg ab 1. August ergeben, die sich über ein Jahr erstrecken. Es gebe zwar noch freie Hallenzeiten in der Karower Sporthalle, doch es werde Probleme im Vereinssport geben, kündigte Mund an.

Erwartungsgemäß breiten Raum im Bericht des Vereinsvorsitzenden nahm der Bau der neuen Sporthalle an der Geschwister-Scholl-Straße ein. Der ersten Bauabschnitt mit einem Kostenvolumen von 100 000 Euro stünde kurz vor der Fertigstellung. Derzeit setze der Verein seine Bemühungen daran, den zweiten Bauabschnitt vorzuziehen, in dem 150 000 Euro investiert werden müssen.

In den ersten Bauabschnitt flossen 11 800 Euro über die Sportförderung des Landkreises ein, der Behindertensportverband steuerte 5000 Euro bei, der Verein hatte zudem 40 000 Euro angespart und auch noch ein Darlehen über 40 000 Euro aufgenommen. Insgesamt ist der erste Bauabschnitt mit einem 83-prozentigen Eigenanteil des Vereins auf den Weg gebracht worden.

Die alte Immobilie, die zur Sporthalle umgebaut wird, erhielt ein neues Dach, neue Aufbrüche wurden vollzogen, Fenster und Türen sind eingesetzt worden. Hausanschlüsse für Strom und Gas sind verlegt worden. Der alte Betonfußboden wurde rausgerissen, die alte Zwischendecke musste weichen und wird in diesen Tagen durch eine neue ersetzt. Vorgenommen wurden auch Blitzschutzmaßnahmen.

Das Investitionsvolumen für den zweiten Bauabschnitt, zu dem unter anderem die Sanitäranlagen und Abwasser gehören, beläuft sich Angaben Munds zufolge auf etwa 150 000 Euro. Derzeit, machte Fritz Mund klar, sehe der Verein jedoch keine Möglichkeit, einen Eigenanteil für diesen Bauabschnitt aufzubringen. Er habe am 30. April einen Termin mit dem Innenminister, bei dem er sich dafür aussprechen werde, etwas aus der Sportförderung vorzuziehen, sagte Mund. Ein Antrag an den Landkreis bezüglich einer Förderung sei kaum aussichtsreich, solange dieser keinen bestätigten Haushalt habe.

Bezüglich eines baldigen Beginns notwendiger Baumaßnahmen am Domizil der Segler in Dunkelforth zeigte sich Mund hingegen optimistisch. Das ALFF Stendal habe eine Förderung über 22 000 Euro in Aussicht gestellt. Mund sagte, dass er mit einem baldigen Bewilligungsbescheid rechne.

Als nächste Höhepunkte im Vereinsleben wies Mund auf das Hafenfest am 29. Mai, auf das Vereinssportfest, das am 6. Juli erstmals ausgetragen wird, und auf das Kindersportfest am 21. August hin.

(Zu der Arbeit in den Sektionen demnächst ausführlich)