Der Klang in Sakralbauten ist immer ein besonderer. Instrumente, Töne und Stimmen in diesem besonderen Klang bei einem besonderen Ambiente zu erleben, verspricht die 1. Klosternacht.

Jerichow l Im Dunkeln den Raum entdecken, Töne neu und anders wahrnehmen, alles in einem anderen Licht erleben - so könnte man das Anliegen der 1. Jerichower Klosternacht beschreiben. Am 31. August sollen die Räume des Klosters, Musik, Töne und Stimmen in der Luft, geheimnisvoller Kerzenschein und ein unnachahmliches Ambiente zu einem runden Ganzen verschmelzen.

Die Idee der Kirchennacht, die ein Konzert sein soll, das Anleitung in einem Gottesdienst findet, schwebt schon seit Jahren in den Köpfen von Jerichows Pfarrer Christof Enders und Helge Burggrabe.

"Eigentlich, seit wir den Fernsehgottesdienst hier hatten", erinnert sich Enders. "Während der Drehtage, an einem warmen Sommerabend, entstand ein besonderer Moment. Wir hatten kein Licht, entzündeten in der Kirche also Kerzen und plötzlich begann der Chor noch einmal in der Kirche zu singen. Dieser Moment, in dem man die Vielfalt des Raumes spürte, ergriff wahrscheinlich alle von uns", erzählt Enders von den Anfängen. "Dieses Bild tragen wir bis heute in uns", meint er.

Vier Jahre sollte es dann aber doch dauern, bis sich Helge Burggrabe und Pfarrer Enders der Umsetzung widmen konnten, denn es soll genauso besonders werden, wie dieser warme Sommerabend. "Die Klosternacht soll diesen Moment aufgreifen, soll ein Moment sein, in dem alles rund ist, obwohl man vielleicht selbst viele Ecken und Kanten hat und das eigene Leben überhaupt nicht rund läuft", beschreibt Enders seine Vorstellungen. Damit es "rund" wird, haben sich die Organisatoren einiges einfallen lassen. "Es wird einen Begrüßungsteil geben, bei dem die Menschen den Raum kennenlernen sollen, den Ton im Raum fühlen. Dann wird Gerhard Schöne mit einigen Liedern auftreten", beschreibt Enders den Programmablauf. "Wir wollen uns Zeit nehmen für diese Veranstaltung. Deshalb wird es dann eine ¿freie Zeit\' geben. In dieser Zeit kann man das Kloster mit all seinen Räumen erkunden. In den Räumen warten musikalische oder stimmliche Überraschungen auf die Gäste. Es soll gelesen werden und Instrumente zu besonderem Klang kommen", erzählt Enders weiter vom Programm. Anschließend geht es für die Besucher wieder in die Kirche, wo Gerhard Schöne einen zweiten Programmteil bringen wird." Alle Programmpunkte seien mit großartigen Musikern besetzt, schwärmt Enders. "Der Raum ist großartig, dann muss auch das Programm großartig sein."