Mit viel guter Laune begingen die Mützeler am Sonnabend ihr Sommerfest der Vereine. Die Besucher konnten sich im Bierkistenstapeln, Stiefel-Weitwurf oder Bogenschießen messen.

Mützel l "Du muss den Bogen gerade halten und das Ziel ganz vor dir anschauen", gab Bernd Dennstädt dem jungen Bogenschützen mit auf den Weg. Der elfjährige Joel Menz aus Genthin war einer der Ersten, der sich beim Sommerfest in Mützel am Bogenschießen versuchte. "Das Zielen ist ganz schön schwierig", meinte Joel nach seinen Versuchen. Kennengelernt hatte er den Sport während einer Klassenfahrt, bei der es eine Vorführung gab.

"Wir haben das Feld schon gegen den Wind aufgebaut, damit es einfacher wird", erläuterte Dennstädt. Weniger der Wind, als vielmehr das richtige Geschick war nebenan beim Stiefelweitwurf gefragt. Marika Gutjahr aus Mützel bewies bei ihren Würfen das richtige Händchen. Von 50 möglichen Punkten erhielt sie 45. Für gewöhnlich werfe sie allerdings nicht mit ihrem Schuhwerk, bekannte Gutjahr nach der Runde lachend. Eine kleine Schlange bildete sich zeitweise beim Bierkistenstapeln. Weil es dabei hoch hinaus gehen kann, wurden die Teilnehmer von Ortsfeuerwehrleiter Tobias Kister über eine Seilwinde gesichert. Wer die meisten Kästen aufeinander stellt und sich obenauf halten kann, hat gewonnen. Als Erster legte Uwe Puchner gleich mal eine Marke von elf Kisten vor. Als eine der Jüngsten startete gleich zu Beginn Klara Barbeck, die mit ihrer Familie beim Fest war. Immer höher krabbelte sie das Türmchen empor, bis sie rief: "Das ist mir zu hoch." Sanft schwebte sie danach von einem Sicherheitsgurt gehalten zu Boden. Der Ehrgeiz packte Franziska Schmidt aus Genthin. Nachdem sie 14 Kisten in die Höhe gestapelt hatte, wurde ihr Bauwerk allerdings zu wackelig und fiel in sich zusammen. "Der Boden war etwas uneben", monierte sie mit einem Schmunzeln. Neben der Feuerwehr waren auch die Volkssolidarität mit einem Kaffee- und Kuchenstand sowie der Heimat- und der Angelverein an den Aktionen beteiligt. Dort konnten sich die Besucher nicht nur auf einer Holzkegelbahn als treffsicher erweisen, sondern auch beim Pendelwurf mit einer echten Angel.

"Dabei muss ein bestimmtes Ziel mit einem exakten Wurf getroffen werden, danach gibt es Punkte", erläutern die Mitglieder. Das kleine Gewicht am Ende der Angelschnur muss in Bewegung gebracht werden und mit einem kraftvollen Wurf in Richtung eines Behälters gebracht werden. "Das ist nicht ganz einfach und braucht schon etwas Übung", führten die Angler aus.

Wenn an den Stationen mal ein wenig Flaute herrschte, wusste DJ Dieter Kreitling das Publikum zu animieren. "Es wird mal wieder Zeit, dass jemand zum Kegeln kommt", rief er oder merkte an: "So schönes Wetter und keine langen Schlangen am Eisstand, unglaublich." Kein Wunder, dass die Laune bei den Besuchern bestens war. "Das ist eine schöne Veranstaltung", meinte Ina Holley aus Mützel. Sie war auf dem Gelände unterwegs, während sich ihre Tochter am Stand der Kita schminken ließ und ihr Mann beim Völkerball antrat. Nach der gelungen Premiere im vergangenen Jahr waren auf dem Reitgelände wieder zwei Völkerballfelder aufgebaut, auf denen die Mützeler Vereine gegeneinander antraten. Nach dem Turnier gab es ein kleines Programm der Kita "Unter den Eichen". Außerdem präsentierte der Reit- und Fahrverein einige Reitdarbietungen. "Es war ein sehr rundes Programm", lobte Ortsbürgermeister Dietmar Schneider das Engagement der Vereine. Finanziell hätten Volksbank und Sparkasse den Nachmittag unterstützt. "Nur mit dem Ehrenamt ist so etwas nicht zu leisten", schränkte Schneider ein. Allerdings war er sich sicher, dass es das Sommerfest auch im kommenden Jahr wieder geben soll. "Es ist ja eine Tradition, die weiter bestehen muss."

   

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