Genthin (mfe) l Zu einem Stromausfall kam es gestern Vormittag gegen 9.30 Uhr in Genthin-Süd. Ursache war ein Defekt in der Mittelspannungsleitung zwischen Brauerei und Dürerstraße. "Wir konnten durch schnelles Eingreifen nach rund 30 Minuten einen Großteil der Kunden in diesem Bereich wieder versorgen", teilte Avacon-Sprecherin Corinna Hinkel am Nachmittag mit.

Folgeschaden führt zu Stromausfall

Andere Anwohner, vor allem im Baumschulweg und den angrenzenden Straßen, mussten länger warten. Mehrere hundert Haushalte blieben ohne Strom. Probleme bereitete ein Folgedefekt in einer Trafostation in der Fichtestraße, dort hatte ein Endverschluss Schaden genommen. Kurz nach dem Stromausfall war die Genthiner Feuerwehr mit drei Fahrzeugen und 14 Einsatzkräften vor Ort und sicherte die Reparaturarbeiten an der in der Fichtestraße ab. "Uns war ein explosionsartiger Knall mit Rauchentwicklung in einer Trafostation gemeldet worden", sagte Stadtwehrleiter Achim Schmechtig.

Beim Eintreffen der Feuerwehrleute stand die Station noch unter Spannung. Aus diesem Grund wurden gemeinsam mit der Polizei Absperrungen im Umkreis von 50 Metern eingerichtet und die Anwohner informiert. Die Mitarbeiter des Stromversorgers schalteten die Anlage spannungsfrei und konnten die Schäden beheben. Der Feuerwehreinsatz unter Mitwirkung mehrerer Atemschutzgeräteträger sei, so der Stadtwehrleiter, rein präventiv gewesen und konnte gegen 11 Uhr beendet werden. "Die letzten verbliebenen Haushalte ohne Strom waren gegen 13 Uhr wieder am Netz", so Corinna Hinkel. Für die Genthiner Feuerwehr bedeutet Sommerzeit derzeit keine Ruhezeit. Der Einsatz in der Fichtestraße war bereits die vierte Alarmierung der Genthiner Wehr in der vergangenen Woche.