Die Kinder haben ihn längst in Besitz genommen, und mancher Besucher hat auch schon auf den Bänken gesessen - dennoch sollte ein so schönes Projekt nicht ohne offizielle Einweihungsfeier bleiben: Auf dem neuen Spiel- und Rastplatz in Hohenseeden wurde nun das symbolische Band durchschnitten.

Hohenseeden. Fröhliche Lieder sangen die Kinder des Advent Kindergartens Hohenseeden zusammen mit ihren Erzieherinnen und ließen dann bunte Luftballons in den Himmel steigen. Außer ihnen waren noch viele weitere Kinder gekommen, um bei diesem kleinen Fest dabei zu sein. Frauen des Vereins "Lindenblüte" und des Fördervereins Kindergarten Hohenseeden hatten Kuchen gebacken, und die Gemeinde spendierte Eis.

Ein Symbol der Vielfalt von Elbe-Parey und Hohenseeden sei dieser Platz, sagte Bürgermeisterin Jutta Mannewitz. Sie dankte den Hohenseedener Ortschaftsräten, voran Antje Brandt, dafür, dass sie das Konzept dem Gemeinderat "schmackhaft" gemacht haben. 16 500 Euro Fördermittel konnten über Leader+ für diesen platz beschafft werden, 10 700 Euro habe die Gemeinde beigesteuert. Mehrere Spielgeräte, eine Schutzhütte, eine Infotafel, Fahrradständer und Papierkorb konnten aufgestellt werden. Garten- und Landschafts- architektin Annett Kriewald hat die Planung erstellt, eine Baufirma von Kloster Lehnin hatte den Auftrag erhalten, und unentgeltlich unterstützt wurde das Projekt von der ortsansässigen Firma Horba.

Die Idee für die Gestaltung des Schulplatzes zu einem Spiel- und Rastplatz, der Kinder und Erwachsene aus dem Ort wie auch Besucher zum Verweilen einlädt, ist schon vor ein paar Jahren entstanden, erinnerte Antje Brandt. Der Förderverein Kindergarten Hohenseeden, damals noch unter dem Vorsitz von Irene Ruch, hatte sie entwickelt und auch schon einmal dem Verein Lindenblüte vorgestellt. Damals jedoch habe das Geld gefehlt, um das Projekt umzusetzen, blickt Antje Brandt zurück. Dass sie nicht nur im Vorstand des Fördervereins, sondern auch im Ortschaftsrat ist, war sicherlich sehr förderlich dafür, dass das Vorhaben energisch weiter verfolgt worden ist und nun zu einem guten Abschluss kam.

Über das Ergebnis freut sich auch Ortsbürgermeister Martin Rümschüssel, während er zugibt, zunächst nicht dafür gewesen zu sein. Denn nun ist zu sehen, wie der Platz angenommen wird. Und das, findet Jutta Mannewitz, ist Beweis genug dafür, dass die Entscheidung richtig war.