Zerben (sta) l Die Zerbener gehörten zu den ersten, die nach der Wende den Volkstrauertag wieder zum Anlass des öffentlichen Gedenkens an die Toten der Kriege nahmen, und seither lädt der Heimatkreis Jahr für Jahr dazu ein - "obwohl viele ältere, die es damals ins Leben gerufen haben, nicht mehr unter uns sind", wie Elbe-Pareys Bürgermeisterin Jutta Mannewitz erinnerte.

Ortsbürgermeister Rolf Wegener hat diesmal die Anwesenden begrüßt und betont, wie wichtig es ist, sich zu erinnern. Er zog Vergleiche zur Lage in der Welt damals und heute und machte damit die Gefahr deutlich, dass Konflikte und Kriege sich wiederholen könnten. Wer die Nachrichten verfolge, sehe, dass es kaum noch ein Land ohne Unruhen gibt, pflichtete Jutta Mannewitz dem bei. Es müsse viel mehr jungen Leuten verständlich gemacht werden, warum es diesen Tag gibt, fordert sie. Und alle, die in diesem Lande heute noch so gut leben können, müssten darauf achten, dass nie wieder ein Krieg von deutschem Boden ausgeht.

An Nachdruck gewann dieses Gedenken durch das Spiel der Güsener Jagdhornbläser, die wie jedes Jahr dabei waren.