Genthin (mla) l Einer Kürzung des städtischen Zuschusses an das Tierasyl in Zabakuck steht nichts mehr im Weg. Der Wirtschafts- und Umweltausschuss unterstützte auf seiner jüngsten Sitzung den Vorschlag von Lutz Nitz. Dieser sieht vor, dem Tierasyl im nächsten Jahr 45 000 Euro statt wie bisher 50 000 Euro zur Verfügung zu stellen. 2000 Euro erhält der Tierschutzverein. 3000 Euro spart die Stadt im Vergleich zu 2010. Die Abrechnung des Tierasyls für das vergangene Jahr, als rund 42 000 Euro benötigt worden sind, lag dem Vorschlag von Lutz Nitz zugrunde. "Sie sind damit nicht schlechter gestellt", sagte er in Richtung Eveline Lemme. Sie hatte als Geschäftsführerin der Elbe-Havel-Werkstätten die Arbeit des Tierasyls Zabakuck dem Ausschuss vorgestellt.

Laut einer Vereinbarung kümmert sich die Einrichtung in Zabakuck um die Unterbringung, Fütterung, Betreuung und Pflege von (Fund)Tieren für die Städte Genthin und Jerichow sowie die Gemeinde Elbe-Parey. Zwei Fachkräfte sind in Voll- beziehungsweise Teilzeit im Tierasyl beschäftigt. Ein Bereitschaftsdienst ist abgesichert, falls Tiere in der Nacht eingefangen werden müssen. Einmal wöchentlich, bei Bedarf öfter, ist ein Tierarzt vor Ort.

Zusätzlich kümmern sich die Zabakucker um zwei Futterstellen für Katzen im Stadtgebiet. "Seit einem halben Jahr stellen wir aber kaum noch Katzen fest", sagte Eveline Lemme. Es sei davon auszugehen, dass sich das Sterilisationsprojekt bemerkbar mache.

Zwar werde das Futter immer noch gefressen, aber die Spuren deuteten auf andere Tiere als Katzen hin. Hier wäre das Tierasyl in nächster Zeit auf die Stadt zugegangen, wie mit den Futterstellen weiter umgegangen werden solle, informierte Eveline Lemme.

Welches Tier das Katzenfutter fresse, ist noch nicht festgestellt worden. "Wir haben noch keine andere Institution hinzugezogen, die die Spuren bewerten kann." In Verdacht geraten sind Fuchs, Waschbär und Marderhund.

Lutz Nitz (Bündnis 90/Die Grünen) schlug vor, die Betreuung der Katzenfutterstellen an den Tierschutzverein Genthin zu übertragen. Auf Grund der Bürgerarbeiter darf der Verein keine Pflichtaufgaben übernehmen. Für diese muss auch künftig das Tierasyl Zabakuck verantwortlich sein.

Wichtig sei, fügte Lutz Nitz an, die Katzenpopulation auch künftig im Griff zu behalten. Da dürfe jetzt mit den Bemühungen nicht nachgelassen werden, bevor das Problem wieder überhand nehme.

Eveline Lemme signalisierte, dass das Tierasyl Zabakuck nichts dagegen einzuwenden hätte, die Futterstellen abzugeben. Immerhin zweimal in der Woche sind diese bislang angefahren worden.

Der Wirtschafts- und Umweltausschuss verständigte sich zudem darauf, die Einrichtung im Frühling zu besuchen, wenn die Abrechnung für 2011 vorliegt.

Der Tierschutzverein Genthin soll zur nächsten Sitzung des Ausschusses eingeladen werden. Diese ist für den 10. Januar geplant.