Es war ein sehr schönes Konzert in einer tollen Atmosphäre: Am Wochenende hat die Tangermünder Kantorei unter der Leitung von Christoph Lehmann in der Karower Kirche gesungen. Die Spenden kommen der weiteren Kirchensanierung zugute.

Karow (rst/sta) l Diesmal waren die Tangermünder ohne Bläsergruppe gekommen, die beim Benefizkonzert vor zwei Jahren mit war. Ungeachtet dessen war es erneut ein sehr schönes Konzert, dass vom recht zahlreichen Publikum mit viel Applaus bedacht wurde. Neben Karowern waren sehr viele Gäste von außerhalb gekommen, und viele blieben anschließend noch beisammen, bis der letzte Tropfen Glühwein ausgetrunken war. Wegen des kalten Winds wurde dieser nach dem Konzert an der Seite im Kirchenraum ausgeschenkt.

Die Mitglieder des Chors waren vom Förderverein Barockkirche Karow schon vor ihrem Auftritt mit Kaffee und Kuchen im Gemeindehaus empfangen worden. Vor Beginn des Konzerts wurden dann die Glocken geläutet, die nach der Reparatur erst vor einigen Wochen wieder in den Turm gehängt worden waren. Und genau zum Abendläuten um 18 Uhr war das Konzert zu Ende: Im letzten Lied setzte das automatisch gesteuerte Läuten ein und war mit dem letzten Ton zu Ende - ein Zufall, der schöner nicht hätte sein können.

Zur tollen Stimmung trug auch noch bei, dass der sanierte, frisch gemalerte Turm erstmals angestrahlt wurde. Das erfolgte zwar nur provisorisch mit einem 300-Watt-Scheinwerfer, den Detlef Menz besorgt hatte, war aber sehr gelungen. Und damit den Besucher den im Dunkeln liegenden Weg zwischen Tor und Kircheneingang finden, war dieser mit Kerzen, die in Tüten gestellt wurden, beleuchtet.

Zur Eröffnung begrüßte Joachim Spiek, Vorsitzender des Fördervereins Barockkirche Karow, die Anwesenden, zum Abschluss dankte Marita Sontowski, Vorsitzende des Vereins der Heimat- und Naturfreunde Karow, den Sängerinnen und Sängern.

Über 500 Euro Spenden sind durch das Konzert zusammen gekommen - ein Anfang für die nächste größere Summe, die der Förderverein nun sammeln will, um mit der Kirchensanierung fortzufahren. Laut Kostenschätzung werden 175 000 Euro für die Sanierung von Ost- und Westfassade einschließlich Fenster und Türen benötigt, informierte Helmut Müller, stellvertretender Vereinsvorsitzender. "Wir werden auch wieder Fördermittel aus verschiedenen Töpfen beantragen, aber das Problem ist, dass wir erst die Eigenmittel dazu brauchen", begründete er die Notwendigkeit, möglichst viele Spenden einzuwerben. Er ist aber sehr zuversichtlich, auch den nächsten Abschnitt zu schaffen.

Dabei wird auf einen Höhepunkt im nächsten Jahr hingearbeitet: das 300-jährige Kirchenjubiläum. Das soll am 23./24. Juni groß gefeiert werden.