Was den Brandschutz in der (Vor-)Weihnachtszeit anbetrifft, sind die Genthiner vorbildlich. Die Feuerwehr musste in den letzten Jahren an den Festtagen zu keinem schweren Brand ausrücken. Wie auch 2011 zu einem Jahr ungetrübter Weihnachtsfreude wird, darüber sprach Redakteurin Manuela Langner mit Stadtwehrleiter Achim Schmechtig.

Volksstimme: Was macht es so gefährlich, wenn der Adventskranz oder der Weihnachtsbaum Feuer fängt?

Achim Schmechtig: Weihnachtsbraumbrände haben eine extrem hohe Ausbreitungsgeschwindigkeit! Stichflammen schießen von Nadel zu Nadel, von Zweig zu Zweig: Im Nu brennt der ganze Baum.

Volksstimme: Wer auf der sicheren Seite sein will, verwendet für den Weihnachtsbaum elektrische Beleuchtung?

Achim Schmechtig: Es sollte kein Billigprodukt verwendet werden. Die Verpackung sollte mindestens mit der CE-Kennzeichnung und dem GS-Siegel für geprüfte Sicherheit gekennzeichnet sein.

Volksstimme: Und wenn es doch die Wachskerzen sein sollen?

Achim Schmechtig: Dann gibt es zehn goldene Regeln zur Weihnachtszeit, wie Gefahren weitgehend ausgeschlossen werden können.

Volksstimme: Gibt es noch mehr Gefahren an den Festtagen?

Achim Schmechtig: Diese lauern auch bei der Zubereitung des Festessens. Brennendes Fett darf nie mit Wasser gelöscht werden! Dies führt zu einer Fettexplosion, die für Umstehende lebensgefährlich ist. Brennt Fett, gehört ein Deckel auf Topf oder Pfanne. Das Feuer erstickt, die Flamme erlöscht.

Volksstimme: Und wenn doch etwas passiert?

Achim Schmechtig: Wenn es doch zu einem Brand kommt, hilft die sofortige Alarmierung der Feuerwehr, Schäden zu verringern. Über den Notruf 112 ist die Feuerwehr rund um die Uhr erreichbar. Außerdem müssen alle Mitbewohner über den Brand informiert werden, damit sie sich in Sicherheit bringen können.