Für die Kinder im Hohenseedener Adventkindergarten war gestern der letzte Tag in diesem Jahr in der Einrichtung. Die Kinder besuchten die Mitarbeiter des Rettungsdienstes für einen Weihnachtsgruß.

Hohenseeden l Eigentlich verlief der Kindergartenalltag im Adventkindergartens in Hohenseeden ganz normal. Am Vormittag machte sich die Gruppe auf den Weg, um die Mitarbeiter des Rettungswache des Roten Kreuzes im Ort zu besuchen. "Wir haben mit den Kindern kleine Geschenke gebastelt, um auch an diejenigen zu denken, die während der Feiertage arbeiten müssen", erklärte Einrichtungsleiterin Cortina Löper. Nur leider hatten sich die Kinder umsonst auf den Weg gemacht.

Die Sanitäter waren nicht im Haus, sondern gerade in einem Einsatz. "Da kann man nichts machen", meinte sie. Dabei hätten die Kinder gern auch mal einen Blick in den modernen Rettungswagen geworfen.

Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal, tröstete die Kindergartenleiterin die Mädchen und Jungen. Mit dem Besuch wollte sie die Kinder daran erinnern, wie wichtig es ist, auch an andere Menschen zu denken. Nebenbei verkürzt es aber auch die Wartezeit für die Kleinen.

Denn mit jedem Tag, der näher an Heiligabend heranrückt, steigt auch die Spannung bei den Kindern. Bringt der Weihnachtsmann auch das, was auf dem Wunschzettel steht, fragen sich die größeren Kindergartenbesucher bereits. In ihrem Gruppenraum haben es sich die Mädchen und Jungen weihnachtlich eingerichtet. Es gibt einen Weihnachtsbaum und daran viel Dekoration.

Diese stellten die Kinder mit den Erzieherinnen selbst her. Das mache nicht nur sehr viel Spaß, sondern sei außerdem einzigartig und keine Massenware, meint Cortina Löper.

In der kleinen Einrichtung werden momentan 19 Kinder betreut. Erst am 2. Januar öffnet die Einrichtung wieder ihre Pforten. Zwischen den Feiertagen bleibt das kleine Haus geschlossen. Im kommenden Jahr gibt es für die Einrichtung dann noch mehr zu tun. "Es gibt viele Babys zurzeit in Hohenseeden", freut sich Cortina Löper. Deswegen werde die Einrichtung ab dem kommenden Jahr voll ausgelastet sein. 25 Kinder seien angemeldet, erwartet sie etwas mehr Trubel im Haus.

Längst kommen die Eltern nicht mehr nur aus Hohenseeden, sondern auch aus dem benachbarten Güsen. Acht Jahre gibt es den Adventkindergarten jetzt bereits in Hohenseeden. Dabei waren die Anfänge der kleinen Einrichtung zunächst nicht einfach. Gegen viel Bürokratie musste die kleine Einrichtung kämpfen, erinnert sich die Chefin noch lebhaft. Der Kampf zahlte sich letztlich aus.

Obwohl sich die Gemeinde zunächst gegen die neue Einrichtung aussprach, nahmen die Bürger das Haus an, wie die Kinderzahlen eindrucksvoll zeigen. Viele Eltern schätzen außerdem die Größe des Hauses. Wie in einer großen Familie werden die Kinder hier betreut. Gemeinsam nehmen sie ihre Mahlzeiten ein. Wenn im kommenden Jahr mehr Kleinkinder in die Einrichtung kommen, dürfte es allerdings mit der Ruhe erst einmal vorbei sein. Langsam müssen sich die Kleinen an das Kindergartenleben zunächst gewöhnen.