Seit 20 Jahren organisieren die Mitglieder des "Clubs der Geselligkeit" die schönsten Feste und Veranstaltungen - jetzt war es wieder einmal Zeit, dass sie selbst im Mittelpunkt standen. Dank und Glückwünsche, die sie reichlich entgegennehmen durften, sind wohlverdient.

Bergzow l Etwa 40 Mitglieder hat der Bergzower "Club der Geselligkeit" derzeit, über 100 Gäste waren es jedoch, die am Sonnabend im Dorfgemeinschaftshaus gemeinsam feierten. Darunter waren viele Stammgäste, die schon oft schöne Stunden hier verbracht hatten - aus Parey, Burg, Genthin und natürlich viele Bergzower.

Ein Programm war diesmal nicht geplant - das ergab sich einfach aus den musikalischen Glückwünschen zum 20-jährigen Bestehen des Clubs. Den Auftakt machten die jüngsten Bergzower: die Kita-Kinder mit ihren Erzieherinnen. Mit Tanz und Liedern erfreuten sie die Gäste und überreichten Grit Flügge, der Vorsitzenden des Clubs der Geselligkeit, noch eine große selbstgebastelte Sonnenblume.

Der Frauenchor Bergzow überbrachte als zweiter Gratulant einen Blumenstrauß von Melodien. Nicht ganz vollzählig waren die Damen, haben ihre Sache aber trotzdem toll gemacht: Zum Auftakt sangen sie ein von Marina Krause speziell für das Club-Jubiläum umgedichtetes Lied - und ausgerechnet die Autorin konnte wegen ihrer Arbeit nicht dabei sein.

Später gab es noch einen kräftigen "Tusch" vom Pareyer Schalmeienorchester. Schon des öfteren haben die Pareyer bei Club-Veranstaltungen gespielt und sind hier immer gern gesehen beziehungsweise gern gehört. Darum war es für die Hobby-Musiker klar, dass sie die Mitglieder auch zu ihrer Geburtstagsfeier überraschen.

Und natürlich gratulierten auch Ortsbürgermeisterin Renate Räcke und Elbe-Pareys Bürgermeisterin Jutta Mannewitz.

Jutta Mannewitz würdigte das Zusammengehörigkeitsgefühl, das der Club der Geselligkeit vermittelt, den Spaß, gemeinsam etwas zu unternehmen, und dass hier das Zwischenmenschliche eine große Rolle spiele. Sie erinnerte an Lotti Schwarz, die den Club gegründet und lange Zeit geleistet hatte. Heute sorge Grit Flügge dafür, dass es in diesem Sinne weiter geht. Das ganze Jahr über sei der Club aktiv, und alle machen mit, wenn es gilt, das nächste Fest zu organisieren. Ebenso funktioniere die Zusammenarbeit mit den anderen Vereinen gut. Der "Club der Geselligkeit" trage dazu bei, den Zusammenhalt der Bergzower über Generationen hinweg zu garantieren.

Das sechste Jahr habe sie nun den Vorsitz, blickte Grit Flügge zurück und räumte ein, dass es ihr manchmal schon schwer wurde, neben Beruf und Familie der großen Verpflichtung, die sie "Oma Lotti" gegenüber empfindet, gerecht zu werden. Aber dank der Unterstützung durch ihren Stellvertreter und die vielen anderen aktiven Club-Mitglieder schafft sie es und ist froh, dass es so gut klappt. "Wir hießen ja jahrelang nur ,Rentnerverein\', aber das sind wir gar nicht. Inzwischen kommen auch immer mehr jüngere Mitglieder zu uns", freut sie sich.

Inzwischen dürfte es deshalb keine Bedenken mehr geben, dass der Club der Geselligkeit Bestand hat. Längst ist so mancher Jüngere, der aus Neugier doch mal zum "Schnuppern" in eine Veranstaltung kam, geblieben und Mitglied geworden. Ob Frühlings-, Sommer- oder Herbstfest, Weihnachtsfeier oder Fasching: Hier versteht man zu feiern. Hier wird niemand ausgegrenzt, hier gibt es immer wieder neue und manchmal auch ziemlich "verrückte" Ideen. Hier haben Einsamkeit und Trübsal keine Chance.

 

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