Genthin l Der Beginn des Kanalausbaus auf der Genthiner Stadtstrecke wird sich auf das das erste Quartal 2013 verschieben. Darüber informierte Bauamtsleiterin Dagmar Turian die Mitglieder des Bau- und Vergabeausschusses unter Berufung auf eine Mitteilung des Wasserstraßenneubauamtes Magdeburg.

Turian gab als Grund an, dass das Wasserstraßenneubauamt Ausschreibungen wiederholen müsse. Deren Amtsleiter Henrik Täger bestätigte dies gestern auf Volksstimme-Anfrage.

Zwar war im März die Submission erfolgt und sollte im Mai die Vergabe stattfinden, aber Mitbewerber hatten bei der EU-weiten Ausschreibung von ihrem Recht Gebrauch gemacht, die Vergabe zu rügen. "Also muss das Verfahren wiederholt werden", sagte Henrik Täger. Mit einem Baubeginn auf der mittleren Stadtstrecke zwischen Mündungsbereich des Altenplathower Altkanals bis zum Wendebecken ist nun im Februar oder März 2013 zu rechnen.

Henrik Täger geht davon aus, dass etwa im Mai mit den Arbeiten an den Spundwänden begonnen werden kann. Die Entscheidung, an welcher Stelle sie beginnt, obliegt allein der Baufirma.

Eine Verzögerung gebe es auf Grund der zweiten Ausschreibung nicht. Wusterwitz werde 2015 immer noch geschafft, sagte Henrik Täger.

Bauamtsleiterin Dagmar Turian gab zu bedenken, dass sich mit dem verspäteten Ausbaubeginn zwangsläufig auch der Bau der Henkelbrücke verzögern werde. Laut Wasserstraßenneubauamt ist damit 2014 zu rechnen. Der Neubau ist erforderlich, da die Durchfahrtshöhe der jetzigen Brücke nicht ausreicht.

Die Stadt muss beim Kanalausbau einen kommunalen Eigenanteil in Höhe von 300 000 leisten, darin sind die Regenentwässerung und der Bau einer Anlegestelle für Fahrgastschiffe enthalten.