Ab dem kommenden Donnerstag soll es eine andere Aufstellordnung auf dem Wochenmarkt in Parey geben. Damit soll Raum für Parkplätze für Marktbesucher geschaffen werden. Hintergrund ist, dass die Marktleute die gesunkenen Umsätze auf dem neuen Standort beklagen und am liebsten zurück wollen auf den alten Platz.

Parey l "Der Markt wird hier nicht angenommen", beklagen die Händler. Allerhand Ursachen werden diskutiert, woran es denn liegen könnte. Sind es tatsächlich die paar Meter, die die Kunden vom bisherigen Standort an der Sparkasse zu laufen hätten, wenn sie dort etwas zu erledigen haben? Oder sind es schlechtere Parkmöglichkeiten? Oder ist der Grund, dass der Markt hier zu versteckt ist und Durchfahrende ihn gar nicht wahrnehmen? Oder von allem ein bisschen?

Den Wochenmarkt wieder zurückzuverlegen auf "Hesses Berg", das könne nicht die Lösung sein, meinte Bürgermeisterin Jutta Mannewitz. "Wo sind denn die vielen Menschen, die zur Eröffnung hier waren und sich gefreut haben?", fragte sie bei einem Ortstermin am Donnerstag dieser Woche. Immerhin ist mehr als eine Viertelmillion Euro in den neuen Markt investiert worden, um hier einen attraktiven Platz zu schaffen.

Klaus Müller, Obst- und Gemüsehändler und zugleich Marktleiter, glaubt nicht, dass es daran liegt, dass der Markt nicht bekannt genug wäre. "Die Pareyer sind unsere Hauptkunden, und die wissen, wo der Mark ist!" Das Parkplatzproblem könnte allerdings schon eine Rolle spielen, da sind sich alle einig. Insbesondere bei dem derzeitigen nasskalten Schmuddelwetter würde mancher lieber direkt vor Ort kurz anhalten als ein Stück durchs Dorf zu laufen. Allzu viele Parkplätze direkt an der Straße gibt es aber nicht, und aus Richtung Güsen kommend ist wegen des Kurvenbereichs sogar Parkverbot.

Deshalb soll die Aufstellordnung auf dem Marktplatz nun so verändert werden, dass auf der rechten Seite Stellflächen für Marktbesucher frei bleiben, so dass auch eilige Kunden die Möglichkeit haben, hier schnell ihre Einkäufe zu erledigen. Ohnehin ist jetzt im Winter etwas mehr Platz, denn der Blumen- und Pflanzenhändler mit seinem relativ großen Stand wird erst im März wiederkommen.

Außerdem wollen die Händler auch für eine Beschilderung sorgen, um jene, die weniger ortskundig sind, auf den Markt aufmerksam zu machen. Denn Fakt ist: Leuten, die nur durchfahren, fällt der Markt am jetzigen Standort kaum oder erst im letzten Moment auf. Das müsse sich ändern - auch darin war man sich einig.

Attraktiver würde der Markt auch sein, wenn es mehr Händler gäbe, deshalb regte Bürgermeisterin Jutta Mannewitz an, weitere Markttreibende für den Standort zu gewinnen.

Von Erfolg gekrönt könnten all diese Bemühungen aber nur sein, wenn auch die Kunden kommen. Denn jeder neue Händler bleibt nur, wenn er auch Umsätze hat - sonst ist er ganz schnell wieder weg, weiß Klaus Müller.

Kommenden Donnerstag wird auf jeden Fall einiges anders sein am Pareyer Wochenmarkt, und allein schon das dürfte die Kunden neugierig machen. Und: Es wird weihnachtlich dekoriert sein.