Jutta Mannewitz, Bürgermeisterin der Gemeinde Elbe-Parey, lässt 2012 Revue passieren und gewährt einen kleinen Ausblick in 2013. Arlette Krickau sprach für die Volksstimme mit ihr.

Volksstimme: Frau Mannewitz, was waren Ihre besonderen Höhepunkte in Elbe-Parey im Jahr 2012?

Jutta Mannewitz: 2012 war in jedem Fall besser, als wir es uns 2011 vorgestellt hatten. Ich freue mich, dass der Gemeinderat immer noch wagt, Dinge anzugreifen, die Mut brauchen. Trotz finanzieller Knappheit konnten viele Dinge angepackt und auch bewältigt oder umgesetzt werden. In dem Zuge sollte man die Fertigstellung der Brücken zwischen Güsen und Parey und in Bergzow nennen oder die Sanierung der Grundschule, in der die Kinder jetzt in tollen neuen Räumen sind, in denen lernen Spaß macht. Außerdem war es toll zu sehen, wie die Gewerbetreibenden der Gemeinde mit Spenden das Leben in der Gemeinde unterstützen, angefangen bei Würstchen und Brötchen, über Materialien bis hin zu Geldspenden für Projekte. Ich hoffe sehr, dass die Elbe-Pareyer sich dieses Miteinander und diese gegenseitige Unterstützung bewahren. Ebenso sind die vielen Ehrenamtlichen in unserer Gemeinde zu erwähnen, ohne die Dinge wie Brandschutz oder Bibliotheken nicht denkbar wären. Ebenso ehrenamtlich verläuft ein großer Teil der Jugendarbeit, der über die Vereine abgewickelt wird. Darüber hinaus habe ich mich über die Besucherzahlenentwicklung in unserer Gemeinde und ihren touristischen Sehenswürdigkeiten gefreut, die auch Synergieeffekte mit sich bringt. Auch dass die Fähre Einnamen bringt und ein wichtiges Verkehrsmittel für das ganze Land wieder im Einsatz ist, ist ein Höhepunkt in 2012.

Volksstimme: Gab es auch negative Höhepunkte?

Jutta Mannewitz: Bedauerlich war 2012 zu sehen, dass der Drogeriemarkt in Parey schloss und der neue Marktplatz doch noch etwas Aktivierungshilfe benötigt. Doch das alles sollte man in seiner Gesamtheit betrachten und sich für die kommenden Jahre bewusste machen, dass große Schritte nicht mehr möglich sind, aber dafür zahlreiche kleine. Wichtig ist, dass wir nicht stehen bleiben.

Volksstimme: Was wünschen Sie sich für 2013?

Jutta Mannewitz: Ich würde mir wünschen, dass die Lampen wieder leuchten; Verständnis, Optimismus und Zusammenhalt für das Leben in der Gemeinde, damit wir die schwierige finanzielle Situation meistern können. Dazu gehört auch weiterhin ein mutiger und aktiver Gemeinderat, in dem auch viel debattiert wird und dann mehrheitlich Beschlüsse gefasst werden, die vorher von allen Seiten beleuchtet wurden. Außerdem würde ich mir wünschen, dass wir das erhalten, was wir bisher geschafft haben und dazu auch die finanzielle Ausstattung haben werden.

Volksstimme: Worauf freuen Sie sich 2013 am meisten?

Jutta Mannewitz: Ich freue mich darauf, dass wir verschiedene Baumaßnahmen in Angriff nehmen werden, wie die Sekundarschule in Parey, die Straße der DSF in Güsen und den Schlosspark in Zerben, dass mit Hilfe des Leader-Programms der Kirchturm in Zerben saniert werden kann. Und dass auch viele Baumaßnahmen stattfinden, die von Betrieben angeschoben werden, die sich beispielsweise vergrößern wollen, denn das sind die Standbeine unserer Gemeinde.