Die Verschmelzung der Harzer Verkehrsbetriebe GmbH und der Q-Bus Nahverkehrsgesellschaft mbH ist fast perfekt. Der Kreisausschuss hat sich am Mittwoch einhellig dafür ausgesprochen. Ein Beschluss dazu soll am nächsten Mittwoch im Kreistag gefasst werden.

Halberstadt l Die Verschmelzung der Harzer Verkehrsbetriebe GmbH (HVB) mit der Q-Bus Nahverkehrsgesellschaft mbH soll rückwirkend zum 1. Januar 2013 vollzogen werden. Eine entsprechende Vorlage stand am Mittwochabend auf der Tagesordnung des Kreisausschusses. Sie wurde einstimmig zum Beschluss durch den Kreistag am kommenden Mittwoch empfohlen.

HVB-Geschäftsführer Eckhardt Nitschke und sein neuer Assistent Björn Smith hatten den Mitgliedern zuvor das Konzept vorgestellt, mit dem das weitere Zusammenwachsen der beiden Unternehmen gelingen soll. Smith nannte dabei die seit 2010 laufende Konsolidierung "sehr gut gelungen". Zum bisher Erreichten gehörten unter anderem eine Verbesserung des Betriebsergebnisses sowie die Reduzierung von drei auf einen Geschäftsführer. Ohne diese Schritte würde der kommunale Zuschussbedarf aktuell etwa eine Million Euro höher liegen.

Björn Smith: "Wir verfolgen drei Ziele bei der Fusion." Diese lägen in der weiteren Verbesserung der Wirtschaftlichkeit, der Steigerung der Attraktivität des Öffentlichen Personennahverkehrs sowie dem Erhalt als kommunales Unternehmen.

Zu den unter dem Titel "Vision HVB 2020" zusammengefassten Zukunftsplänen gehörten laut Smith zur Senkung der Betriebskosten eine Konzentration der Standorte und die Verwertung nicht mehr benötigter Standorte. Letzteres bedeute unter anderem die Aufgabe der Liegenschaften in Ballenstedt und Friedrichsbrunn. Bis 2015 seien zwölf Arbeitsstellen sozialverträglich zu streichen. Vier davon stünden bereits im Investitionsplan für Q-Bus. Unabhängige Gutachter würden zudem den Neubau eines Betriebshofes in Quedlinburg für rund 3,8 Millionen Euro als sinnvoll erachten. Wie in Friedrichsbrunn sei auch in der einstigen Kreisstadt die Bausubstanz marode.

Eckhardt Nitschke betonte mehrfach, dass es sich nur um Überlegungen handele. Der HVB-Chef: "Entschieden ist noch nichts." Die Beschlüsse müssten durch Gesellschafterversammlung und Aufsichtsrat gefasst werden.

Speziell zum Neubau in Quedlinburg erklärte Nitschke, zwischen dem Beginn der Planung und dem Auszug würden zwei Jahre liegen. In diesem Zeitraum gelte es, für die dann nicht mehr benötigten Immobilien "eine optimale Lösung zu finden".

Zum Zeitplan sagte der Geschäftsführer: "Die Terminkette endet am 17. Juli beim Notar." Als nächstes werde es am 26. Januar eine gemeinsame Betriebsversammlung in Halberstadt geben. Danach würden die Q-Bus-Kollegen schriftlich über die anstehenden Veränderungen informiert.