Fast 30 Bands und rund 3000 Besucher haben am Wochen-ende den fünften Geburtstag von "Rocken am Brocken" - dem Festival in Elend - gefeiert. Nur einer wollte nicht "mitspielen" - der Wettergott.

Elend. Für Sonnenschein, schweißtreibende Temperaturen und Sonnenbrand ist "Rocken am Brocken" in Elend ohnehin nicht bekannt. Doch Höchsttemperaturen um die 15 Grad und Regenschauer haben zum fünften Festivalgeburtstag manch einem Besucher die Stimmung verhagelt. Dabei hatte eigentlich schon das Bandprogramm ein heißes Wochenende auf dem Giesekenbleek versprochen.

Fast 30 Bands sorgten auf zwei Bühnen an zwei Tagen für die Beschallung. Dabei war sich das Organisationsteam treu geblieben und hatte für eine gelungene Mischung gesorgt.

Neben gestandenen international erfolgreichen Bands sorgte auch so mancher Newcomer aus der Region für Aufsehen. Neben den "RaB"-Urgesteinen "The Drakes" aus Wernigerode versprachen auch "Don Aldente" aus dem Harz und "Indie.Disko.Gehn" aus Braunschweig besten Rock mit Lokalkolorit.

Derweil zogen auf der großen Freiluftbühne in diesem Jahr vor allem britische Bands die Massen an. "Art Brut" und "Good Shoes" aus London sowie "Amplifier" aus Manchester brachten mit ihren Liedern aus dem Mutterland des Indierocks das Publikum in Ekstase.

Was dem Festivalbesucher nahezu verborgen blieb, war das neue Organisationsteam. Der Förderverein Kultur am Brocken um Eric Borchert hatte in diesem Jahr die Zügel in der Hand. Festival-Gründer Markus Blanke und seine Kollegen ließen es sich aber nicht nehmen, den jungen Mitstreitern unter die Arme zu greifen. "Es ist mein Baby", begründete Markus Blanke, der eigentlich nur als "normaler Besucher" gekommen war.

Zwei Stunden später hatte er sich bereits mit Funksprechgerät und bedrucktem Pulli aufgemacht, Bands und Besucher über das Gelände zu lotsen, die Sicherheitskräfte einzuweisen und die Technik abzustimmen. "Ich kann halt nicht anders", so Markus Blanke.

   

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