Halberstadt l "Vielleicht wissen ja noch nicht alle, was sie in diesem Jahr unter das Bäumchen legen wollen." Der Vorstandsvorsitzende der Vereinigten Volksbank, Hans-Heinrich Haase-Fricke, hat die Hoffnung, dass der "Halberstädter Weihnachtstaler" als Geschenkidee und Wertanlage gut angenommen wird. Das Kreditinstitut hat die Silbermedaille in einer Auflage von 300 Exemplaren prägen lassen. Für besser gefüllte Geldbeutel ist auf Anfrage sogar eine Prägung in 750er Gold oder sogar Feingold 999/000 möglich. "Bei dem derzeitigen Goldpreis eine echte Anlage", scherzt der Bankier. Während die Silberprägung für 44 Euro in allen Filialen der Volksbank zu erstehen ist, werden die goldenen Exemplare nur auf Anfrage hergestellt. Der Preis richtet sich dann nach dem jeweiligen Goldpreis.

Auch in diesem Jahr kommt der Reinerlös des Weihnachtstalers einer guten Sache zugute. Auf der Vorderseite der Medaille ist die Praetorius-Orgel in der Martinikirche zu sehen, auf der Rückseite die Kirche selbst. Das Geld soll dann auch der Restaurierung des historischen Instrumentes dienen.

Darüber freute sich bei der Präsentation des Sammlerstückes nicht nur Domkantor Claus-Erhard Heinrich, sondern auch der Vorsitzende des Geschichtsvereins, Dr. Volker Bürger, der angeregt hatte, für die aktuelle Prägung dieses Motiv zu nehmen. "Wenn man sieht, wie sich ganz Halberstadt für diese Kirche einsetzt, ist das schon toll", urteilte Haase-Fricke über diesen Vorschlag. Und in Hinblick auf die Orgel versprach er, dass man sich als Bank "richtig ins Zeuge" lege, um das Vorhaben zu unterstützen. "Vielleicht können wir uns ja noch weiter einbringen", stellte er in Aussicht. Im kommenden Jahr soll mit der Wiederherstellung der Orgel begonnen werden.