Halberstadt (geg) l Vor drei Jahren kamen beim Torwandschießen und vor zwei Jahren durch eine Trikot-Versteigerung zugunsten des Rauhen Hauses große Spenden zusammen. Wie im vergangenen Jahr erspielten die gemischten Mannschaften des VfB Germania und des Rauhen Hauses Anfang Dezember bei einer torreichen Begegnung erneut 1000 Euro "Weihnachtsgeld" für die soziale Einrichtung.

Es mussten keine großen Worte gewechselt werden, denn die meisten Beteiligten wussten von der Begegnung im vergangenen Jahr und worum es auf dem Fußballfeld geht. Schnell hatte Cheftrainer Andreas Petersen seine Mannschaft in vier Gruppen geteilt, ihnen Mädchen und Jungen vom Rauhen Haus zugewiesen und das Aufwärmtraining gestartet.

"Seit einigen Jahren existieren regelmäßige Kontakte zwischen dem AMEOS Klinikum St. Salvator und unserer Oberliga-Mannschaft", sagte Petersen und erinnerte an das einzigartige Angebot, alle Spieler im Zweijahresrhythmus, Neuzugänge zum Saisonbeginn in der Medizinischen Klinik vorsorglich zu untersuchen.

Von dieser Verbindung profitiert stets das Rauhe Haus, denn sowohl das Krankenhaus als auch die Fußballer haben sich auf die Fahnen geschrieben, diese Einrichtung zu unterstützen. Im vergangenen Jahr entstand die Idee einer vorweihnachtlichen Begegnung auf dem Spielfeld, deren Erfolg die erneute Einladung ins Freizeit- und Sportzentrum sicherte. "Wir wollen heute bei fairen Spielen möglichst viele Tore schießen", sagte Petersen, "denn für jeden Treffer gibt es Geld für das Rauhe Haus."

Trainer Andreas Petersen pfiff die Spiele

Das war ein Ansporn für die kleinen und großen Spieler, die bei den folgenden Begegnungen, die von Andreas Petersen gepfiffen und von Stadionsprecher Bernd Waldow kommentiert wurden, kämpferischen Einsatz zeigten und gemeinsamen Spaß hatten. Wenn auch nicht jeder Schuss der Kinder gleich beim ersten Mal saß, so landeten in einer Stunde doch immerhin 20 Bälle in den Toren und garantierten einen Tausender für das Rauhe Haus.

Die Hälfte des Geldes stammt vom Schirmherr Dr. Steffen Rickes, Chefarzt der Medizinischen Klinik und weiteren Mitarbeitern des AMEOS Klinikums St. Salvator. Außerdem beteiligten sich erneut Hans-Joachim Purfürst, Geschäftsführer der Fußball GmbH, und Mannschaftsarzt Dr. Wolfgang Bartel am "Torgeld". "Bei dieser Begegnung gab es keine Verlierer", schätzte Petersen ein, "die Mannschaft von Marvin Wijks war die beste, alle anderen sicherten sich aber gleich danach den zweiten Platz."

Fait-Florian Banser übereichte den Kindern zwei Fußbälle "für das regelmäßige Training" und Präsente, für die sich Petra Lorek herzlich bedankte. Die Leiterin der Einrichtung verkündete, dass das Geld für das bevorstehende Weihnachtsfest, vor allem aber für den gemeinsamen Skiurlaub in den Winterferien verwendet werden soll.