Roklum/Veltheim l Noch bis zum 30. Dezember rasen kleine Rennautos aus Plastik durch die Sporthalle in Veltheims Partner- und Nachbargemeinde Roklum. Gefahren wird um den 10. Slot- Racing-Cup. Für die Schnellsten gibt es am Jahresende Pokale, Urkunden, Medaillen und andere Preise. Insgesamt beteiligten sich in den Vorjahren je Autorennen 35 bis fast 60 "Rennfahrer" aus mehreren Orten. Aus dem Landkreis Harz kamen zwar stets mehrere Beobachter, bisher aber noch nie Fahrer.

Die blitzschnellen Rennautos haben einen Maßstab von 1:32 und müssen ohne Magnet gefahren werden.

Peter Mirwa, der Organisator, bekam als Kind eine Modell-Rennbahn geschenkt. "Zum Geburtstag und zu Weihnachten gab es immer ein paar Teile. Doch 1973 war meine Euphorie erloschen", erinnerte er sich. Als er mit seiner Familie in Winnigstedt im August 1996 in eine neue Wohnung zog, entdeckten seine Töchter die Bahn.

"Wir freuen uns über jeden Besucher, noch mehr über neue Teilnehmer."

Nun baute er in seinem Stallboden einen 30 Quadratmeter großen Raum aus, malte eine große Platte moosgrün an und schraubte diese als Bodenfläche zusammen. Bald sprach ihn der Vorsitzende der Sportgemeinschaft (SG) Roklum/Winnigstedt, Michael Ebe aus Roklum, an und motivierte ihn, die "Bahn zwischen Weihnachten und Neujahr 2002 im Roklumer Sportheim" aufzubauen.

Im ersten Jahr stand so eine vierspurige und 17 Meter lange Rennbahn zur Verfügung. Der Roklumer Sportverein kaufte zehn kleine Rennautos, damit das erste Rennen um den Slot-Racing-Cup beginnen konnte. Seit 2010 befindet sich auf der 56 Quadratmeter großen Platte eine 39,86 Meter lange Rennstrecke. Peter Mirwa und Jens Daschke benötigten über fünf Stunden für den Aufbau der Anlage.

Bei den kleinen Rennautos wie Porsche, Corvette und Ferrari, handelt es sich um maßstabsgetreue Nachbauten der echten Fahrzeuge. An den Start gehen Einzel-Fahrer und Mannschaften. Bei den Langstreckenrennen von 30 Minuten ist höchste Konzentration angesagt. Sieger ist, wer die höchste Rundenzahl erreicht hat. Bei den Formel 1-Rennen müssen sechs mal zwanzig Runden bewältigt werden. Gelegentlich kommt es vor, dass ein Auto nicht in der Spur bleibt.

"Wir freuen uns über jeden Besucher, noch mehr über neue Teilnehmer", betonten Organisator Peter Mirwa und der SVR-Vorsitzende Dieter Wagner.

Heute ist Ruhetag. Weiter geht es morgen mit den Vorrunden-Rennen und den ersten Final-Rennen. Am 30. Dezember, ab 16 Uhr, werden Endläufe fortgesetzt.