Innerhalb von zwei Jahren wurden zwei Katzen des Eilenstedters Hubert Borchert von Unbekannten durch Schüsse verletzt. Jetzt erstattete der Rentner Anzeige, Polizeibeamte nahmen die Ermittlungen auf.

Eilenstedt l "Die Verletzung an der Schulter fiel mir gleich auf, aber dass das Auge ausgeschossen wurde, erst vor wenigen Tagen", berichtet Hubert Borchert. Seine Katze "Mausi" zeigte sich in den vergangenen Wochen ungewohnt scheu und ängstlich. "Die erste Zeit ließ sie sich nicht einmal mit Futter locken", so der Rentner aus Eilenstedt.

Der 68-Jährige vermutet, dass sein Haustier vor vier bis sechs Wochen den Schüssen eines Schrotgewehrs zum Opfer fiel. "Sie lässt sich nicht anfassen, geschweige denn einfangen, damit ich sie zum Tierarzt bringen könnte. Ihre Verletzungen heilen schlecht", so Borchert. "Mausi" hat eine offene Wunde auf der rechten Schulter. Das linke Auge fehlt.

Schon im März 2010 ereignete sich ein ähnlicher Vorfall. "Einer meiner Kater wurde angeschossen, er erlag den Verletzungen", erinnerte sich Hubert Borchert.

"Ich weiß nicht, wann und woher geschosssen wurde, vermutlich aus den Nachbargärten, denn eigentlich verlassen die Katzen das Grundstück nicht in Richtung der Straße. Vielleicht ist es auch aus Versehen passiert, als Kinder oder Jugendliche heimlich eine Schrotflinte ausprobierten", sagt Hannelore Weiß, die Lebensgefährtin Borcherts.

Der tierliebe Eilenstedter erstattet dieses Mal Anzeige gegen unbekannt wegen Verletzung des Tierschutzgesetzes. Polizeibeamte nahmen die Angaben des Rentners auf und dokumentierten die Verletzungen von "Mausi". "Die Ermittlungen wurden eingeleitet und der Vorfall wird untersucht", so ein Sprecher der Polizei.