Für 150 000 Euro will die Stadt das Schulmuseum in Hundisburg umfassend sanieren. Geplant sind unter anderem frisch gedeckte Dächer, Fassadenarbeiten und eine Innenrenovierung.

Hundisburg l Nach Abschluss der Arbeiten soll das komplette Gebäude den Eindruck erwecken, es sei gerade eben vom Beginn des 20. Jahrhunderts ins Hier und Jetzt gereist. Damit erreicht das Schulmuseum praktisch seine Vollendung. Denn schon jetzt zeigt es in seinem Inneren ein Klassenzimmer der 1900er Jahre.

Trotzdem hat die Stadt eine Menge vor: Laut Pressesprecher Lutz Zimmermann bezieht sich die Sanierung "vordergründig auf Fassadenarbeiten, Dacharbeiten (denkmalgerechte Neueindeckung des Haupt- und Erweiterungsgebäudes, Überprüfung aller Dachstühle, Erneuerung der Dachrinnen), Fenstersanierungen (historische Aufarbeitung und Austausch) sowie Renovierungsarbeiten im Gebäudeinneren." Zu Letzteren zählten vor allem "Innenputzarbeiten, die Sanierung des Bades, die Herstellung der Wasserversorgung durch den vorhandenen Brunnen, die Überarbeitung der Elektroinstallation sowie Malerarbeiten". Sogar die alten Trockentoiletten auf dem Hof sollen instandgesetzt werden.

In den geplanten 150 000 Euro sind verschiedene Fördermittel enthalten. Beim Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Mitte hat die Stadt über das Förderprogramm RELE etwa 90 000 Euro beantragt. Bei den verbleibenden knapp 60 000 Euro hofft die Stadt, durch das sogenannte Leader-Programm die Hälfte vom Landkreis zu bekommen. Damit bleibt ein tatsächlicher Eigenanteil von 30 000 Euro.

Der Beginn der Arbeiten richtet sich laut Lutz Zimmermann nach den Fördermittelbescheiden. Die Dauer der Sanierung werde etwa fünf Monate betragen. Während dieser Zeit bleibt das Hundisburger Schulmuseum mit Einschränkungen geöffnet. Besuche können unter der Telefonnummer (03904) 498123 abgesprochen werden. Das Fachwerkhaus, in dem das Schulmuseum untergebracht ist, wurde bereits 1704 errichtet. Im Jahr 1988 wurde darin ein Kabinett zur Schul- geschichte des Kreises Haldensleben eröffnet. "Die Einrichtung des Klassenzimmers im Zustand des beginnenden 20. Jahrhunderts und die Gestaltung einer musealen Dokumentation lag in der Zuständigkeit des Kreismuseums Haldensleben, zu dessen Nebenstelle die nun als Schulmuseum bezeichnete Einrichtung 1990 wurde", erinnert Lutz Zimmermann.

Die Besucher des Museums wurden ehrenamtlich von der ehemaligen Lehrerin Ilse Senff betreut. Nach ihrem altersbedingten Rückzug liegt die Betreuung nun bei Susanne Otto.