Den neu ausgebauten Fabrikweg haben die Ochtmersleber mit einer kleinen Straßenfeier in Besitz genommen. Mit dem Ausbau ist die wohl höchste Bordsteinkante der Hohen Börde Geschichte geworden.

Ochtmersleben l Die bis zu 30 Zentimeter hohen Borden am Fabrikweg sind verschwunden. An ihrer Stelle fassen sauber und niedrig verlegte Granitblöcke die neuen Grünanlagen an der Westseite der Fahrbahn ein. An der anderen Straßenseite verläuft ein neu gebauter Gehweg, schließt sich nahtlos an die bereits vorhandenen Gehwege "An der Tränke" und an der Otto-Grotewohl-Straße an. Darunter schlummert ein neuer Regenwasserkanal.

Ortsbürgermeister Kohl lobt die gute Bauausführung

Zwischen den Bordanlagen haben die Bauleute die einstige Holperpiste Fabrikweg vergessen lassen. Modernes Betonsteinpflaster harmoniert mit den natursteinernen Grundstückszufahrten.

Die Laune der Ochtmersleber beim feierlichen Scherenschnitt war prächtig. Marion und Hilmar Rose hatten mit Unterstützung der Baufirma ein kleines Büfett am Straßenrand aufgebaut, Anwohnerin Marlis Fleischer kappte das Festband. Sie wohnt seit 77 Jahren am Fabrikweg.

Nicht ein gravierender Mangel war bei der Bauabnahme eine Woche zuvor zu beanstanden gewesen. "Die Baufirma hat gut gearbeitet, Wünsche und Hinweise der Anwohner wurden angenommen. Das war eine hervorragende Zusammenarbeit", lobte Ortsbürgermeister Günter Kohl.

Der lange Winter hatte auf der Baustelle eine viereinhalbmonatige Pause erzwungen. Anfang April waren die Baufahrzeuge wieder angerollt und hatten der Straße den letzten Schliff verpasst. Der Straßenanausbau hat 131400 Euro gekostet und war mit 85000 Euro gefördert worden.

Die nächsten Vorhaben im Straßenbau bereits im Blick

"So kann es weiter gehen", betonte Ortbürgermeister Günter Kohl. Ob mit oder ohne Kohl an der Spitze der Ortschaft, das wird sich im Juni entscheiden. Dann endet Kohls zweite Amtsperiode. 14 Jahre lang hat er als direkt gewählter Bürgermeister die Ochtmersleber Geschicke gelenkt. Im Juni muss der Ortschaftsrat aus seiner Mitte einen neuen Ortsbürgermeister wählen. Günter Kohl könnte dann wieder gewählt werden.

"Wichtig ist, dass unser Dorf weiter macht. Mit dem Ausbau eines letzten Teilabschnitts in der Schmiedestraße und mit dem Birkenweg haben wir schon die nächsten Vorhaben im Blick", unterstrich Günter Kohl. Dann stieß die zufriedene Dorfgemeinschaft auf die neue Straße an.