Das Landesverwaltungsamt erarbeitet derzeit Kartenmaterial zur Visualisierung der Überschwemmungsgebiete in Sachsen-Anhalt. Aktuell wurde das Überschwemmungsgebiet der Ohre kartiert. Ausgewiesen werden die Gebiete, in denen statistisch einmal in 100 Jahren ein Hochwasserereignis zu erwarten ist.

LandkreisBörde l "Dass uns die Realität manchmal überraschen kann und sich nicht immer an Planungen hält, hat das diesjährige Hochwasser deutlich unter Beweis gestellt. Gerade deshalb ist es für die Planung von Kommunen und auch für die Bürgerinnen und Bürger außerordentlich wichtig, über die entsprechenden Kenntnisse zu verfügen, welche Ausmaße ein Hochwasser im jeweiligen Gebiet annehmen kann", so der Präsident des Landesverwaltungsamtes, Thomas Pleye. "Die Visualisierung durch digitales Kartenwerk ist ein zusätzlicher Service, der die zukünftige bauplanerische Arbeit erleichtern kann."

Die Ermittlung eines Überschwemmungsgebietes erfolge im Ergebnis einer hydraulischen Berechnung und stellt die tatsächliche Situation dar, die sich bei einem Hochwasser ergeben würde. Diese Gebiete wurden durch den Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft ermittelt und dem Landesverwaltungsamt als Grundlage für die Erarbeitung und Visualisierung der Gebietskarten zur Verfügung gestellt. Die Daten werden regelmäßig überprüft und Veränderungen in die Unterlagen eingearbeitet, hieß es vom Landesverwaltungsamt.

Die betroffenen Behörden des Landkreises Börde und der einzelnen Kommunen wurden im Vorfeld des Verfahrens beteiligt und informiert. Die Karten der Überschwemmungsgebiete sind ab dem 20. August unter www.landesverwaltungsamt.sachsen-anhalt.de online einsehbar. Dem Landkreis und den betroffenen Einheitsgemeinden beziehungsweise Verbandsgemeinden werden Ausfertigungen dieser Verordnung und je eine Daten-CD mit den zugehörigen detailgenauen digitalen Karten zur kostenlosen Einsicht durch jedermann zur Verfügung gestellt.

Es bestehen demnach die Möglichkeiten, die Karten sowohl online einzusehen als auch direkt vor Ort, teilte das Landesverwaltungsamt mit.