Ein Brand hat gestern Mittag eine Zierfisch-Zuchtanlage in Bebertal heimgesucht. Menschen wurden nicht verletzt. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäude des Betriebs verhindern. Der Sachschaden kann noch nicht beziffern werden.

Bebertal l Um 12.03 Uhr erreichte gestern Mittag das Einsatzsignal die Feuerwehrleute der Hohen Börde. Minuten später rollte die Bebertaler Feuerwehr mit Einsatzleiter Nico Jerche an die Fischzuchtanlage zwischen Beber und der Bundesstraße B245 am westlichen Ortsrand von Bebertal.

Kameraden kühlen schnell die Heizung mit Gasanschluss

Da hatten sich die sieben Mitarbeiter des Fischzuchtbetriebs bereits in Sicherheit gebracht. Verletzt wurde niemand. Minuten später folgten die Feuerwehren aus Nordgermersleben, Rottmersleben und Hermsdorf.

"Beim Eintreffen schlugen Flammen aus der zweiten Halle, auch im hinteren Bereich der ersten Halle brannte es. Erste Aufgabe war, den vorderen Bereich der zweiten Halle mit Wasser zu kühlen. Dort drohten die Flammen auf den Heizungsraum mit Gasanschluss überzugreifen. Die Kameraden sind mit Atemschutzgeräten in die Gebäude vorgedrungen und haben gute Arbeit geleistet. Wir mussten Schlimmeres verhindern. Das ist uns gelungen" berichtete der Bebertaler Wehrleiter und Einsatzleiter Nico Jerche.

An seiner Seite unterstützte ihn der stellvertretende Gemeindewehrleiter der Hohen Börde Marcel Hartmann. 32 Einsatzkräfte aus den vier Ortsfeuerwehren der Hohen Börde waren mit insgesamt sieben Fahrzeugen an den Brandherd geeilt. Auch Rettungskräfte des Kreisamtes für Rettungswesen und Katastrophenschutz waren im Einsatz gewesen

Nach gut einer Stunde war der Brand gelöscht. Ein Übergreifen auf weitere Gebäude konnte verhindert werden. Mit einer Wärmebildkamera untersuchten die Feuerwehrleute nach dem Löscheinsatz den Einsatzort nach Glutnestern ab - vor allem an den Styroporwänden in Nähe der Fischzuchtbecken. Unmittelbar nach dem Einsatz haben vier Polizisten die Ermittlungen der Brandursache aufgenommen.

Die Schadenshöhe hängt von den Folgen für die Fische ab

Wilfried Kühn, der Eigentümer der Fischzuchtanlage berichtete: "Wir haben eine Halterung geschweißt, dabei sind Funken auf die leicht entflammbaren Schattierungsnetze über den Fischbecken übergesprungen. Das hat gebrannt wie Zunder. Alles ging blitzschnell. Im Handumdrehen hat sich das Feuer ausgebreitet. Wir konnten nur noch zuschauen und schnell Hilfe rufen. Gott sei Dank ist niemandem etwas passiert."

"Das hat gebrannt wie Zunder. Alles ging blitzschnell. Im Handumdrehen hat sich das Feuer ausgebreitet. Wir konnten nur noch zuschauen und schnell Hilfe rufen."

Wilfried Kühn, Besitzer der Bebertaler Zierfischzuchtanlage

Den entstandenen Schaden konnte Kühn gestern Nachmittag noch nicht beziffern. "Das hängt von Folgeschäden ab", erklärte der Eigentümer und ergänzte: "Die Abdeckungen an den betroffenen Hallen sind runter. Die Temperatur sinkt, das kann für die empfindlichen Fische gefährlich werden. Auch die Filter und die Sauerstoffzufuhr müssen arbeiten, um die Fische zu retten."

Bis auf Weiteres hatten die Brandursachenermittler den Einsatzort beschlagnahmt. Am frühen Nachmittag hielten die Ermittlungen noch an.